
Der Familienservice war beim Sommerfest der RPTU dabei.
Das WissZeitVG soll reformiert werden – ein wichtiger Schritt für bessere Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft. Doch aus gleichstellungspolitischer Sicht reicht der aktuelle Entwurf noch nicht aus. Anlässlich der geplanten Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) hat die Bundeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten (bukof) daher eine Stellungnahme verfasst und dem BMFTR vorgelegt.
Wissenschaftliche Karrieren verlaufen nicht unter geschlechtsneutralen Bedingungen. Befristungen, Sorgearbeit und unsichere Karrierewege treffen Wissenschaftler*innen unterschiedlich und verschärfen bestehende Ungleichheiten.
Die Bukof fordert deshalb Nachbesserungen in vier zentralen Bereichen:
🔸 Geschlechtergerechtigkeit als Ziel des WissZeitVG verankern
🔸 Verlässliche Karrierewege statt Kettenbefristungen schaffen
🔸 Sorgearbeit wirksam berücksichtigen und Teilzeitbenachteiligungen abbauen
🔸 Eine demokratische, familienfreundliche und resiliente Wissenschaftskultur fördern
Denn: Wissenschaftliche Exzellenz und Geschlechtergerechtigkeit gehen Hand in Hand.
Zusammenfassend lässt sich festhalten: Aus bukof-Sicht ist die Novellierung des WissZeitVG grundsätzlich zu begrüßen. Der damit verbundende Referentenentwurf des BMFTR vom 26.05.2026 bleibt aus gleichstellungspolitischer Sicht jedoch hinter dem Anspruch zurück, auch strukturelle Geschlechterungleichheiten im Wissenschaftssystem wirksam abzubauen. Die bukof fordert diesbezüglich eine Schärfung des Entwurfs, die in folgenden konkreten Forderungen aufgeht:
Ein Wissenschaftssystem, das Menschen mit Sorgeverantwortung systematisch benachteiligt, verliert wissenschaftliches Potenzial. Diesen Verlust kann es sich angesichts des Fachkräftemangels und des gesellschaftlichen Anspruchs auf Chancengerechtigkeit nicht leisten. Wissenschaftliche Exzellenz und Geschlechtergerechtigkeit gehen Hand in Hand. Wenn beides in Einklang gebracht wird, kann das WissZeitVG einen nachhaltigen Beitrag zu fairen Arbeitsbedingungen und echter Chancengerechtigkeit im Wissenschaftssystem leisten.
Zur Stellungnahme: https://lnkd.in/eKHJF5mn
Kontakt:
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10115 Berlin
0176 15211702
Instagram: @bukof_gleichstellung
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