RPTU-Projekt „Klimaspuren: Pfälzerwald–Vogesen“ erhält Förderung des Fonds „Wissen schafft Gesellschaft am Oberrhein“
Wie lässt sich wissenschaftliches Wissen über den Klimawandel unmittelbar dort vermitteln, wo seine Folgen sichtbar werden? Dieser Frage widmet sich das deutsch-französische Projekt „Klimaspuren: Pfälzerwald–Vogesen“, das von der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) gemeinsam mit ihren Partnern ATMO Grand Est und Klimapalatina umgesetzt wird. Es will die Auswirkungen des Klimawandels beim Wandern erlebbar machen. Das Projekt gehört zu den vier Vorhaben, die in der ersten Auswahlrunde des Fonds „Wissen schafft Gesellschaft am Oberrhein“ für eine Förderung ausgewählt wurden.
Ziel des Projekts ist es, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel und zur Luftqualität für die Bevölkerung verständlich und unmittelbar erfahrbar zu machen. Ab 2028 sollen dafür auf beiden Seiten des Rheins – im Pfälzerwald und in den Vogesen – zweisprachige Lehrpfade entstehen. Informationstafeln entlang der Wege erklären anschaulich, wie sich der Klimawandel bereits heute auf Landschaften, Wälder und die Luftqualität in der Oberrheinregion auswirkt.
Warum steigen die Temperaturen? Weshalb verändern sich Ökosysteme? Und welche Rolle spielt die Luftqualität? Für die Antworten auf diese Fragen werden wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich erklärt und mit Beobachtungen vor Ort verknüpft. Wissenschaft wird damit nicht nur vermittelt, sondern dort erlebbar, wo ihre Auswirkungen unmittelbar sichtbar sind.
An der Entwicklung des Bildungsangebots wirken Klimaforschende, Fachleute für Luftqualität, Wissenschaftskommunikatoren und Studierende mit. Gemeinsam entwickeln sie ein grenzüberschreitendes Format, das wissenschaftliche Erkenntnisse in den Alltag der Menschen bringt und zugleich den Austausch zwischen Forschung und Gesellschaft stärkt.
Wissenschaft über Grenzen hinweg erlebbar machen
Das Projekt wird durch den Fonds „Wissen schafft Gesellschaft am Oberrhein“ gefördert. Der Fonds ist in der Säule Wissenschaft der Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO) angesiedelt und wird durch die Europäische Union im Rahmen des Interreg-Programms Oberrhein kofinanziert. Unterstützt wird er zudem von den vier Eurodistrikten am Oberrhein (PAMINA, Straßburg-Ortenau, Eurhena und Trinationaler Eurodistrikt Basel) und der Regio Basiliensis.
Mit dem Fonds werden grenzüberschreitende Projekte unterstützt, die Wissenschaft sichtbar, verständlich und für die Gesellschaft erlebbar machen. Der aktuelle Projektaufruf läuft noch bis März 2027. Anträge können unter anderem Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Vereine, öffentliche Einrichtungen sowie Akteure der Wissenschaftskommunikation einreichen. Die Förderung kann bis zu 60 Prozent der förderfähigen Kosten betragen.
Weitere Informationen zum Fonds „Wissen schafft Gesellschaft am Oberrhein“ und zum aktuellen Projektaufruf gibt es auf der Webseite der TMO-Säule Wissenschaft.
Pressekontakt:
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
kerstin.theilmann[at]rptu.de
