Spin+X auf dem Mainzer Wissenschaftsmarkt 2025

Impressionen des diesjährigen Mainzer Wissenschaftsmarkts als Collage

Einmal im Jahr bietet der Mainzer Wissenschaftsmarkt eine einzigartige Gelegenheit, Wissenschaft interaktiv zu präsentieren und Forschung lebendig werden zu lassen. Spannende Vorführungen, ein Bühnenprogramm, verschiedene Exponate und persönliche Gespräche mit Forschern zeigen, wie vielfältig und praxisnah Wissenschaft heute ist. Die diesjährige Veranstaltung fand vom 12. bis 14. September 2025 auf dem Platz der Mainzer Republik unter dem Oberthema „Mensch und Lernen“ statt.

Der Sonderforschungsbereich SFB/TRR 173 „Spin+X”, an dem Forscher der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und der RPTU in Kaiserslautern beteiligt sind, ist seit Beginn des SFB im Jahr 2016 Teil des Mainzer Wissenschaftsmarkts. Einmal im Jahr zeigt der Stand von Spin+X, wie Forschung auf dem Gebiet der Spintronik und des Magnetismus zu revolutionären, energieeffizienten Technologien führen kann. Mit einer Reihe von praktischen Experimenten machen die Forscher komplexe Konzepte für Besucher jeden Alters zugänglich. Auch in diesem Jahr führte die Ausstellung das Publikum auf anschauliche Weise von den Grundprinzipien des Magnetismus zu dessen fortschrittlichen Anwendungen in der Praxis, wobei neue Experimente in die Demonstration aufgenommen wurden und erstmals ein Vortrag zum Bühnenprogramm gehörte.

 

Von den Grundlagen zu fortgeschrittenen Anwendungen

Die Ausstellung begann mit einem Schwerpunkt auf den Grundlagen des Magnetismus durch interaktive, praktische Aktivitäten. Die Besucher konnten Magnetfeldlinien in drei Dimensionen mithilfe von Magneten mit Eisenspänen und Ferrofluiden visualisieren. Andere Demonstrationen, wie ein Freifallturm mit einer Wirbelstrombremse und einem Elektromagneten, waren besonders für ein jüngeres Publikum konzipiert und boten Besuchern jeden Alters die Möglichkeit, den Zusammenhang zwischen Magnetismus und Elektrizität zu verstehen.

Aufbauend auf diesen Grundlagen widmete sich die Ausstellung komplexeren magnetischen Phänomenen wie dem Spin-Flip-Experiment. Dieses Modell bietet den Besuchern eine spannende Einführung in die faszinierende und komplexe Welt des Spins und demonstriert auch die Rolle des Magnetismus in MRT-Anwendungen. Weitere Anwendungen des Magnetismus wurden anhand verschiedener Magnetsensoren vorgestellt. Die Ausstellung hob die Verwendung von GMR-Sensoren (Giant Magnetoresistance) in einem Modell des Aufzugssystems des Taipei 101 Tower hervor und demonstrierte deren Rolle bei der präzisen Positionsbestimmung. Zwei neue Experimente umfassten ein Lenkrad mit einem magnetischen Winkelsensor für kontaktlose und verschleißfreie Messungen sowie einen 3D-Magnetsensor, der gleichzeitig das Magnetfeld entlang der X-, Y- und Z-Achse messen kann. Diese Demonstrationen zeigten gemeinsam den Weg von den Grundprinzipien zu innovativen, alltäglichen Technologien.

 

Neu in diesem Jahr: Die Rolle des Magnetismus in der sauberen Technologie

Ein Highlight der diesjährigen Veranstaltung war ein Vortrag von Prof. Dr. Mathias Kläui vom Institut für Physik der JGU zum Thema „Lernen und Wissen für eine nachhaltige Zukunft: Grüne Informationstechnologie mit Magneten“. Er erklärte, wie Konzepte aus dem Bereich des Magnetismus die Erzeugung sauberer Energie revolutionieren und zu effizienteren elektronischen Geräten führen könnten.

Der Stand von Spin+X auf dem Wissenschaftsmarkt erfüllte seine Aufgabe, die Öffentlichkeit über seine Forschung und deren potenzielle Auswirkungen auf das tägliche Leben zu informieren, erfolgreich. Der interaktive Ansatz begeisterte die Besucher und förderte ein tieferes Verständnis der Konzepte und Anwendungen des Magnetismus.

Impressionen des diesjährigen Mainzer Wissenschaftsmarkts als Collage