Friedens- und Konfliktforschung trifft Biodiversitätsschutz: Podiumsdiskussion zum Hidden-Heroes-Award
Wie können Menschen und Wildtiere friedlich miteinander koexistieren? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Podiumsdiskussion „Beyond Conflict: Is Peaceful Human-Wildlife Coexistence Possible?“ im Rahmen der Verleihung des Hidden-Heroes-Award der KfW Stiftung am 27. August 2026. Dr. Lisa Lehnen, assoziiertes Mitglied der Friedensakademie Rheinland-Pfalz, diskutierte gemeinsam mit dem diesjährigen Preisträger Dr. Varun Goswami und dem Laudator Sugoto Roy über Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren sowie über Möglichkeiten eines nachhaltigen und friedlichen Zusammenlebens. Moderiert wurde das Gespräch von Bärbel Schäfer. Rund 200 Gäste sowie Mitglieder der Jury und der KfW nahmen an der Veranstaltung teil.
Der Hidden-Heroes-Award der KfW Stiftung würdigt besonderes Engagement für den Erhalt der biologischen Vielfalt und rückt Menschen in den Mittelpunkt, die sich mit ihrer Arbeit für den Biodiversitätsschutz einsetzen. In der Podiumsdiskussion trafen dabei unterschiedliche Perspektiven auf die Koexistenz von Menschen und Wildtieren aufeinander: Während sich Dr. Varun Goswami insbesondere mit Interaktionen zwischen Menschen und Elefanten in Indien beschäftigt, forscht Dr. Lisa Lehnen unter anderem zu Spannungsfeldern rund um die Rückkehr und den Schutz des Wolfs in Deutschland. Trotz der unterschiedlichen Kontexte wurde im Austausch schnell ein übergreifendes Thema deutlich: die zentrale Bedeutung partizipativer Ansätze. Die Einbindung lokaler Akteur*innen sowie die Berücksichtigung unterschiedlicher Bedürfnisse und Wertvorstellungen wurden als wichtige Voraussetzungen für einen nachhaltigen Umgang mit Mensch-Wildtier-Konflikten diskutiert.
Ein Videozusammenschnitt gibt Einblicke in die Veranstaltung.


