Erste Durchführung des Planspiels „Kernfrage"
2025 jährten sich die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki zum 80. Mal. Aus diesem Anlass hat die Friedensakademie mit einigen Partnerorganisationen eine Veranstaltungsreihe in Kaiserslautern aufgelegt. Damals wurde aber auch ein Planspiel zum Thema „Atomwaffen“ in Auftrag gegeben, was spezifisch dafür gedacht ist, an Schulen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zum Einsatz zu kommen. Das Spiel mit dem Namen „Kernfrage: Deutschlands Weg zwischen Abschreckung und Abrüstung“. simuliert die Arbeit einer Expertenkommission, die für die Bundesregierung Empfehlungen zur Zukunft der deutschen Politik mit Blick auf Atomwaffen ausarbeiten soll.
Das Spiel wurde von der Firma „Planpolitik“ aus Berlin und in Abstimmung mit dem Landesverband Rheinland-Pfalz der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (DVPB), dem Fachberater Sozialkunde für die Region Pfalz, sowie der „Servicestelle Friedensbildung“ der Landeszentrale für Politische Bildung Baden-Württemberg entwickelt.
Am 23. Januar 2026 haben wir das Planspiel nun an der RPTU in Kaiserslautern mit einer Gruppe von hauptsächlich Lehramts-Studierenden, unter der Leitung von Dr. Steffen Hagemann und Dr. Gregor Walter-Drop, einem ausführlichen ersten Test unterzogen. Dieser war insofern sehr erfolgreich, als dass es einerseits den Beteiligten großen Spaß gemacht hat, ihre Rollen anzunehmen (die vom Bundeskanzler über die NATO bis zu Abrüstungs-NGOs reichten); sich andererseits aber auch die „Spielmechanik“ bewährt hat (die echten Konsultations- und Lobbyprozessen nachgebildet ist).
Gleichzeitig wurde deutlich, welche thematische Bandbreite damit auch in der Schule abgedeckt werden kann. Dies reicht von grundsätzlichen Elementen der Thematik „Frieden“ und „Sicherheitspolitik“ (in Deutschland, Europa und weltweit) bis zu den spezifischen Themen „Atomwaffen“, „nukleare Abschreckung“ und „atomare Nichtverbreitung“ und knüpft unmittelbar an hochaktuelle Debatten an. Der Einsatz ist sowohl im Kontext des Sozialkunde- als auch des Geschichtsunterrichtes denkbar; aber auch durchaus im Bereich „Physik“ oder „Chemie“, sofern Kernkraft und Atomwaffen behandelt werden.
Wir werden die Materialien jetzt überarbeiten und planen erste (Pilot-) Durchführungen an Schulen in Rheinland-Pfalz im Mai 2026 (u.a. dem Otto-Hahn Gymnasium, Landau und dem Wilhelm-Erb-Gymnasium, Winnweiler). Zum Schuljahr 2026/2027 soll das Planspiel für alle weiterführenden Schulen in Rheinland-Pfalz zur Verfügung stehen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an die Geschäftsführung der Friedensakademie.



