Workshop zu Vorurteilen, Macht und struktureller Gewalt mit Schüler:innen aus Landau und Zagreb

Am 13. April gestaltete die Friedensakademie Rheinland-Pfalz einen zweistündigen Workshop im Rahmen des langjährigen Schüleraustauschs zwischen dem Otto-Hahn-Gymnasium Landau und einer Partnerschule in Zagreb, Kroatien. Das diesjährige Arbeitsthema des Austauschs lautet „Vorurteile und die Folgen“ und nimmt insbesondere Fragen von Nationalität, Zugehörigkeit und gesellschaftlichen Machtverhältnissen in den Blick.

Die 16- bis 17-jährigen Schüler:innen erarbeiten während der Begegnungen in Zagreb und Landau fachliches Wissen und setzen sich in verschiedenen Workshops mit dem Thema auseinander. Annalena Groppe gestaltete für die Friedensakademie einen Workshop zum Zusammenhang von Vorurteilen, Differenzkategorien, Machtstrukturen und struktureller Gewalt. Dabei reflektierten die Teilnehmenden ihre eigene gesellschaftliche Positionierung und diskutierten, wie diese mit Handlungsmöglichkeiten, Wahrnehmungen und Erfahrungen verbunden ist.

Ein besonderer Fokus lag auf der Frage, inwiefern Vorurteile historisch gewachsen sind und durch gesellschaftliche Kontinuitäten stabilisiert werden. Anhand eines Videobeispiels zu „Reverse Racism“ entstand eine lebhafte und teils kontroverse Diskussion. Gerade unterschiedliche Einschätzungen eröffneten produktive Momente des Perspektivwechsels – über nationale Zugehörigkeiten hinweg und im gemeinsamen Nachdenken über Macht, Diskriminierung und Verantwortung.