3. Forschungskolloquium

 

3. Forschungskolloquium

03.06.2020., 12:00-13:00 Uhr, Online-Forum

Leitthema: Border Studies

Vorträge:

Beate Caesar, Jakob Schackmar (IPS): Projekt Europäisches Kompetenz-und Wissenszentrum für Grenzraumforschung (UniGR-Center for Border Studies)

Im Rahmen des Projektes UniGR-Center for Border Studies bauen die Universitäten des Verbunds "Universität der Großregion - UniGR" ein europäisches Zentrum für Grenzraumforschung auf. Der Alltag in der Großregion Saarland, Lothringen, Luxemburg, Wallonien und Rheinland-Pfalz ist von Grenzen geprägt: u.a. für Pendler auf dem Weg zur Arbeit aber auch für Verwaltungen und Wirtschaftsunternehmen in der Grenzregion. Das Projekt beschäftigt sich wissenschaftlich mit den Lebensrealitäten in Grenzräumen und will mit seiner Expertise regionale Akteure bei Entscheidungsprozessen unterstützen. Über einen Zeitraum von drei Jahren soll die Grenzraumforschung in der Großregion gefördert und international sichtbarer gemacht werden. In dem interdisziplinären Forschungsbereich - kurz "Border Studies" - arbeiten Geistes- und Sozialwissenschaftler über Fragen der Grenze: etwa ihre Bedeutung und Auswirkungen auf Wirtschaft, Politik, Soziales oder Kultur. Für den Aufbau des Zentrums im Rahmen des Interreg VA Programms Großregion profitieren die Projektpartner von einem Gesamtbudget in Höhe von 3,6 Mio. Euro, davon sind 2 Mio. Euro Fördermittel von der Europäischen Union.

 

Christoph Rentschle (IMOVE): Projekt TERMINAL zum Thema grenzüberschreitende und autonome Busverkehre

Das Projekt TERMINAL soll die Möglichkeiten automatisierter Busse im öffentlichen grenzüberschreitenden Personennahverkehr untersuchen und deren sukzessiven Einsatz in Pilotvorhaben vorbereiten.

Mit 230.000 Berufspendlern, die täglich die Grenzen der Großregion überqueren, ist die Mobilität für das demographische und ökonomische Wachstum der Großregion von großer Bedeutung aber auch eine Herausforderung.

Der zunehmende Pendler- und Güterverkehr sorgen für hohes Verkehrsaufkommen in der Grenzregion und erhöhen das Unfallrisiko. Gleichzeitig schließen unrentable Buslinien in ländlichen Gebieten und der ökologische Aspekt der Mobilität wächst.

Ziel

Auf dem Weg zu einer grenzüberschreitenden automatisierten Mobilität: Technische und wirtschaftliche Erkenntnisse sammeln. Primäres Ziel des Projekts TERMINAL ist die Steigerung der grenzüberschreitenden Arbeitermobilität.

Als erster praktischer Test innerhalb des trilateralen digitalen Testfelds DE-FR-LUX wird TERMINAL eine grenzüberschreitende automatisierte Buslinie unter realen Verkehrsbedingungen in der Umgebung der Gemeinden Überherrn (DE) und Creutzwald (FR) erproben.