Friedenspädagogische Perspektiven auf der BNE-Fachtagung in Kirchheimbolanden
Am 29. April fand in Kirchheimbolanden die fünfte Fachtagung Bildung für nachhaltige Entwicklung Rheinland-Pfalz (BNE-Fachtagung) statt. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr die globalen Nachhaltigkeitsziele 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ und 16 „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“. Damit rückten Fragen einer inklusiven und nachhaltigen Stadtentwicklung ebenso in den Fokus wie die Verringerung von Gewalt und die Stärkung demokratischer Institutionen.
Die Friedensakademie Rheinland-Pfalz war mit einem Workshop und einem Stand auf dem „Markt der Möglichkeiten“ vertreten. Annalena Groppe, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Friedensakademie, gestaltete den Workshop „Konflikte bearbeiten – Zivilcourage zeigen – im Gespräch bleiben“. Rund 20 Teilnehmende setzten sich darin mit der Frage auseinander, wie polarisierende Themen besprechbar bleiben können, ohne Gewaltverhältnisse zu verharmlosen oder Konflikte vorschnell zu glätten. Auf Grundlage eigener Erfahrungen wurden transformative Handlungsmöglichkeiten diskutiert.
Auch der Stand der Friedensakademie war gut besucht. Dort wurde unter anderem das Planspiel „Kernfrage“ zur deutschen Atomwaffenpolitik vorgestellt. Besonders deutlich wurde auf der Tagung, wie eng Nachhaltigkeit inzwischen mit Fragen globaler Gerechtigkeit, sozialer Teilhabe und demokratischer Transformation zusammengedacht wird – und wie anschlussfähig friedenspädagogische Perspektiven in diesem Feld sind.
