Linux4RPTU
Das Pilotprojekt Linux4RPTU untersucht die Einführung einer Linux‑Desktopdistribution für Mitarbeitende der RPTU sowie die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Einführungsprozesses. Die verwendete Distribution basiert auf Linux Mint 22 und ist mit der Standard‑RPTU‑Software sowie dem Zugang zu den IT‑Ressourcen des RHRZ konfiguriert. Im Rahmen des Projekts werden darüber hinaus Lehrmaterialien und Veranstaltungen zur Nutzung des Betriebssystems bereit gestellt.
Im Rahmen des Pilotprojekts können bis zu 50 Rechner an beiden Standorten betreut werden. Ein Einsatz ist möglich für Mitarbeiter*innen, die
- Rechner nutzen, die nicht mit Windows 11 kompatibel sind,
- für die Linux einen besseren Workflow bietet,
- einen erhöhten Anspruch an Datensicherheit haben.
Die Installation des Betriebssystems sowie die Ersteinrichtung werden von den Projektmitarbeitenden übernommen. Das System ist dabei mit verschiedenen an der RPTU gängigen Software‑Tools (WireGuard, Mattermost, RDP‑Client, MasterPDF, Seafile, Zugang zu Netzlaufwerken) vorkonfiguriert.
Der Einführungsprozess wird wissenschaftlich evaluiert. Teilnehmende werden im Rahmen von zwei Fragebögen zu ihrer Selbsteinschätzung IT‑bezogener Fähigkeiten und Erfahrungen sowie zu ihren Erwartungen an ein Betriebssystem befragt. Ein weiterer Fragebogen soll von den Teilnehmenden nach einem halben Jahr Nutzung beantwortet werden; er erfasst die gemachten Erfahrungen mit dem Linux‑Betriebssystem, das Gelingen des Umstiegs, die Zufriedenheit mit dem System und die Passung der bereitgestellten Hilfsmaterialien.
Als weiteres Element wird eine Schulung für Mitarbeitende angeboten, die thematisch die Einführung in Linux und Linux Mint, Open‑Source‑Softwarealternativen sowie die Einbindung in die RPTU‑IT‑Infrastruktur und Standardsoftware umfasst. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden einen auf Linux Mint 22 spezialisierten KI‑Chatbot.
Bei Interesse an dem Projekt können Sie eine E‑Mail mit dem Betreff Linux4RPTU an rz‑support@rptu.de senden.
Nachhaltigkeit durch die Nutzung eines Linux Betriebssystems auf Altgeräten
Wenn Rechner mit einem kommerziellen Betriebssystem (z.B: Windows10) ausgestattet sind und für dieses Betriebssystem keine Sicherheitsupdates mehr ausgeliefert werden, ist es notwendig, dass diese Endgeräte entweder ein Update auf eine Nachfolgeversion erhalten (Windows 11) oder aus Sicherheitsgründen außer Betrieb genommen werden.
An dieser Stelle setzt das Projekt „Linux4RPTU“ an. Statt der Entsorgung von Altgeräten mit Windows10 wird ein Weiterbetrieb der Geräte mit einem kostenlosen RPTU-Linux ermöglicht. Dies ist i.d.R. umsetzbar, da Linux-Distributionen existieren, die geringere Hardwareanforderungen an die Endgeräte stellen. Damit können Altgeräte durch die Verwendung von Linux eine 4-5 Jahre längere Nutzungsdauer erhalten und dabei weiterhin den Sicherheitsanforderungen von Endgeräten an der RPTU genügen. Nachfolgend eine beispielhafte Kostenkalkulation.
Anschaffungskosten für einzelnen Rechner sind unterschiedlich. Die Kostenrechnung wird an dem folgenden Beispiel erläutert:
- Laptoppreis mit 500€,
- Kosten von ersetzbarer kommzerzieller Software mit 50€/Jahr über die gesamte Nutzungsdauer (z.B. Window11, ArcGIS for Personal Use 100€/Jahr, MatLab 250€/Jahr,...) und
- einer Gesamtnutzungsdauer von 5 Jahren
Mit diesem Beispiel werden die Kosten für ersetzbare kommerzielle Software dabei niedrig angesetzt, damit die Einsparungen auch im Worst-Case realisiert werden können.
Kosten für das Betriebssystem entstehen für das Linuxbetriebssystem nicht.
500€ pro 5 Jahre = 100€ Hardwarekosten pro Gerät und Jahr
250€ pro 5 Jahre = 50€ Softwarekosten pro Gerät und Jahr
Bei einer Nutzungszeitverlängerung von 4 Jahren durch den Einsatz von Linux spart man also 400€ Hardwarekosten (=4x100€) und 200€ Softwarekosten bei Einsatz von OpenSource-Alternativen (=4x50€). Setzt man eine Nutzungszeitverlängerung von 5 Jahre voraus, dann liegen die Einsparung im Bereich von 500€ Hardwarekosten und 250€ Softwarekosten.
