Solidarität mit Prof.in Dr.in Brüning und allen Betroffenen rechter Gewalt und Drohungen
Gemeinsame Stellungnahme der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e.V. mit dem Netzwerk Antidiskriminierung an Hochschulen
Für Prof.in Dr.in Christina Brüning, Professorin für Geschichtsdidaktik an der Philipps-Universität Marburg, ist nach wiederholten Morddrohungen und antisemitischen Schmierereien die Stadt Marburg kein sicherer Ort mehr. Das ist erschütternd und kein Einzelfall. Als Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) erhalten wir immer wieder Berichte von Kolleg*innen und Wissenschaftler*innen, die Einschüchterungen, Bedrohungen und gezielte Abwertungen bis hin zu Gewaltaufrufen erfahren.
"Prof. Dr. Christina Brüning hat unsere volle Solidarität und Unterstützung. Wir stellen uns vor Wissenschaftler*innen, die bedroht oder angegriffen werden. Wir unterstützen unbedingt die Haltung von Christina Brüning für eine wissenschaftlich und gesellschaftspolitisch fundierte Erinnerungskultur und gegen Rechtsextremismus," so Anneliese Niehoff und Uta Wagner, Sprecherinnen der Kommission gegen Antifeminismus an Hochschulen der bukof.
Sophie Ebert und Peps Gutsche vom bundesweiten Netzwerk Antidiskriminierung bestärken, dass es sich hierbei um Angriffe nicht nur gegen eine Einzelperson, sondern gegen den Wissenschaftsbetrieb handelt: "Wir müssen erkennen, dass hinter solchen Angriffen ein System kontinuierlicher Verunglimpfungen steckt, das sowohl auf die Solidarität mit Prof.in Dr.in Brüning und allen Betroffenen rechter Gewalt u. Drohungen bewusste Herabwürdigung und Bedrohung einzelner Personen als auch die Abwertung wissenschaftlicher Erkenntnisse abzielt."
Damit muss Schluss sein: Angriffe auf Wissenschaftler*innen treffen das demokratische und pluralistische Selbstverständnis der Hochschulen im Kern. Wenn gleichstellungsorientierte, antisemitismus und rassismuskritische Forschung und Lehre als Zielscheibe für Mordaufrufe dienen, ist das ein Angriff auf uns alle. Wissenschaftsfreiheit und Demokratie sind unauflöslich miteinander verbunden. Daher braucht es stets konsequenten Schutz von Forschenden durch die Hochschulleitungen, Kolleg*innen und Fachgremien. Zugleich steht die Politik in der Verantwortung, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen und die Finanzierung tragfähiger Schutz- und Unterstützungsstrukturen sicherzustellen. Nur so kann gewährleistet werden, dass Hochschulen ihrer Verantwortung und Fürsorgepflicht gerecht werden.
Die Zielpersonen solcher Angriffe werden strategisch ausgewählt. Häufig handelt es sich um Personen, deren Forschung marginalisierte Gruppen betrifft oder die selbst in Hochschulen unterrepräsentiert sind: Frauen und queere Personen, Menschen mit Migrations- und Rassismuserfahrung, Jüdinnen und Juden. "Es braucht mehr Engagement für eine demokratische Gesellschaft von Professor*innen, akademische und administrative Mitarbeiter*innen, Studierenden – innerhalb und außerhalb der Hochschulen. Werden diese dafür angegriffen, so ist dies auch an Angriff auf die Hochschulen als Bildungsinstitution," so Nina Lawrenz und Christina Wolff vom bukof-Vorstand.
Wir positionieren uns gegen ein politisches Klima des Hasses, der Verachtung und der Gewalt und setzen uns für Wissenschaftsfreiheit, eine gerechte Gesellschaft und gelebte Vielfalt ein.
Die bukof hat 2023 gemeinsam mit der afg Handlungsempfehlungen für Hochschulleitungen zum Umgang mit diskriminierenden Angriffen im Hochschulkontext und Handlungsempfehlungen für Wissenschaftler*innen und ihr Umfeld veröffentlicht. Das Netzwerk Antidiskriminierung veröffentlichte u. a. Handlungsempfehlungen zum Umgang mit queerfeindlichen Angriffen an Hochschulen sowie zum Thema Perspektivenvielfalt.
Herausgeberinnen
Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e. V. (bukof)
www.bukof.de
Netzwerk Antidiskriminierung an Hochschulen
www.uni-marburg.de/netzwerk-antidiskriminierung
Solidarität mit Prof.in Dr.in Brüning und allen Betroffenen rechter Gewalt und Drohungen
19. June 2026
Gemeinsame Stellungnahme der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e.V. mit dem Netzwerk Antidiskriminierung an Hochschulen
Gemeinsame Stellungnahme der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e.V. mit dem Netzwerk Antidiskriminierung an Hochschulen
Für Prof.in Dr.in Christina Brüning, Professorin für Geschichtsdidaktik an der Philipps-Universität Marburg, ist nach wiederholten Morddrohungen und antisemitischen Schmierereien die Stadt Marburg kein sicherer Ort mehr. Das ist erschütternd und kein Einzelfall. Als Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) erhalten wir immer wieder Berichte von Kolleg*innen und Wissenschaftler*innen, die Einschüchterungen, Bedrohungen und gezielte Abwertungen bis hin zu Gewaltaufrufen erfahren.
"Prof. Dr. Christina Brüning hat unsere volle Solidarität und Unterstützung. Wir stellen uns vor Wissenschaftler*innen, die bedroht oder angegriffen werden. Wir unterstützen unbedingt die Haltung von Christina Brüning für eine wissenschaftlich und gesellschaftspolitisch fundierte Erinnerungskultur und gegen Rechtsextremismus," so Anneliese Niehoff und Uta Wagner, Sprecherinnen der Kommission gegen Antifeminismus an Hochschulen der bukof.
Sophie Ebert und Peps Gutsche vom bundesweiten Netzwerk Antidiskriminierung bestärken, dass es sich hierbei um Angriffe nicht nur gegen eine Einzelperson, sondern gegen den Wissenschaftsbetrieb handelt: "Wir müssen erkennen, dass hinter solchen Angriffen ein System kontinuierlicher Verunglimpfungen steckt, das sowohl auf die Solidarität mit Prof.in Dr.in Brüning und allen Betroffenen rechter Gewalt u. Drohungen bewusste Herabwürdigung und Bedrohung einzelner Personen als auch die Abwertung wissenschaftlicher Erkenntnisse abzielt."
Damit muss Schluss sein: Angriffe auf Wissenschaftler*innen treffen das demokratische und pluralistische Selbstverständnis der Hochschulen im Kern. Wenn gleichstellungsorientierte, antisemitismus und rassismuskritische Forschung und Lehre als Zielscheibe für Mordaufrufe dienen, ist das ein Angriff auf uns alle. Wissenschaftsfreiheit und Demokratie sind unauflöslich miteinander verbunden. Daher braucht es stets konsequenten Schutz von Forschenden durch die Hochschulleitungen, Kolleg*innen und Fachgremien. Zugleich steht die Politik in der Verantwortung, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen und die Finanzierung tragfähiger Schutz- und Unterstützungsstrukturen sicherzustellen. Nur so kann gewährleistet werden, dass Hochschulen ihrer Verantwortung und Fürsorgepflicht gerecht werden.
Die Zielpersonen solcher Angriffe werden strategisch ausgewählt. Häufig handelt es sich um Personen, deren Forschung marginalisierte Gruppen betrifft oder die selbst in Hochschulen unterrepräsentiert sind: Frauen und queere Personen, Menschen mit Migrations- und Rassismuserfahrung, Jüdinnen und Juden. "Es braucht mehr Engagement für eine demokratische Gesellschaft von Professor*innen, akademische und administrative Mitarbeiter*innen, Studierenden – innerhalb und außerhalb der Hochschulen. Werden diese dafür angegriffen, so ist dies auch an Angriff auf die Hochschulen als Bildungsinstitution," so Nina Lawrenz und Christina Wolff vom bukof-Vorstand.
Wir positionieren uns gegen ein politisches Klima des Hasses, der Verachtung und der Gewalt und setzen uns für Wissenschaftsfreiheit, eine gerechte Gesellschaft und gelebte Vielfalt ein.
Die bukof hat 2023 gemeinsam mit der afg Handlungsempfehlungen für Hochschulleitungen zum Umgang mit diskriminierenden Angriffen im Hochschulkontext und Handlungsempfehlungen für Wissenschaftler*innen und ihr Umfeld veröffentlicht. Das Netzwerk Antidiskriminierung veröffentlichte u. a. Handlungsempfehlungen zum Umgang mit queerfeindlichen Angriffen an Hochschulen sowie zum Thema Perspektivenvielfalt.
Herausgeberinnen
Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e. V. (bukof)
www.bukof.de
Netzwerk Antidiskriminierung an Hochschulen
www.uni-marburg.de/netzwerk-antidiskriminierung
KONTAKT
Zentrale Gleichstellungsbeauftragte
Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der RPTU
Prof. Dr. Zuzana Storchová
Sitz: RPTU in Kaiserslautern
T +49 (0)631 205-3250
E gleichstellungsbeauftragte[at]rptu.de
Stellv. Zentrale Gleichstellungsbeauftragte
Juliane Märdian
Sitz: RPTU in Landau
T +49 (0)6341 280-32771
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Büro der Zentralen Gleichstellungsbeauftragten
Team
Referat Gleichstellung, Vielfalt und Familie
Leitung
Natascha Compes M.A.
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T +49 (0)6341 280-32537
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