Person, die Pappschild mit Aufschrift "silence allows violence" vor sich hält

Von Majbrit Hüttenhein, 2. Oktober 2024 - Im Zuge der #MeToo Bewegung haben Fälle von Gewalt und Machtmissbrauch seit 2017 eine neue Öffentlichkeit erlangt. Die Problematik stoppt nicht in der Filmindustrie, sondern wird insbesondere auch in wissenschaftlichen Strukturen reproduziert. Denn gerade in Situationen in denen Machthierarchien zwischen Personen bestehen, kommt es immer wieder zur Ausnutzung dieses Verhältnisses. Dass Gewalt und Machtmissbrauch auch in der deutschsprachigen Friedens- und Konfliktforschung stattfindet und verdeckt bleibt, ist umso schwerwiegender, wird in diesem Feld doch auch zum Abbau von Gewaltstrukturen und zu sozialer Gerechtigkeit geforscht!

Alter Hafenkran mit gespiegeltem Schriftzug "see things from the from the othe side"

Von Christopher Rohles, 12. September 2024 - Fortbestehende Machtverhältnisse der Kolonialzeit sind auch heute noch für globale Abhängigkeitsbeziehungen und Marginalisierung mitverantwortlich, die sich auf Wissenschaft und Forschung auswirken. Daraus entwickeln sich, oftmals unbewusste, latente Rassismen. Um Menschen aus dem Globalen Süden und deren Perspektiven in Wissenschaft und Forschung zu stärken, muss das Bewusstsein für Postkolonialismus geschärft werden und weite Teile des Globalen Nordens müssen proaktiv dazu bereit sein, ihre Privilegien kritisch zu hinterfragen und aufzugeben.