
Von Tim Schreck und Fabian Kulle, 25. September 2026 - Chile folgt einem auf Extraktivismus und Export zugeschnittenem Wirtschaftsmodell, dass auf einer neoliberalen Logik beruht, welche global lange Zeit ihres gleichen suchte. In der Avocado-Industrie werden die Konsequenzen dieses marktbasierten Umgangs mit der natürlichen Ressource Wasser besonders deutlich. Eine Reportage von Fabian Kulle über die Wassernutzungskonflikte in der Region Petorca, die im Anschluss an eine Masterexkursion des Geographischen Instituts der Universität Bonn entstanden ist, zeigt die sozio-ökologischen Auswirkungen, welche durch die radikale Umgestaltung der organisatorischen und institutionellen Regelungen durch neoliberale Globalisierungsprozesse entstehen.

Von Dr. Markus Weingardt, 10. Juni 2026 - Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat scharfe Kritik für ihre neue Friedensdenkschrift geerntet. Christliche Friedensorganisationen und -verbände zeigen sich entsetzt über den einseitigen Fokus auf militärische Mittel. Hier finden Sie die "Anmerkungen zur Friedensdenkschrift 2025" von Dr. Markus Weingardt.

Von Dr. Gregor Walter-Drop, 2. März 2026 - Wie verhält sich die EKD-Friedensdenkschrift zum Staat und welche Folgen hat das für ihre Argumentation? In dieser politikwissenschaftlichen Analyse kommt Dr. Gregor Walter-Drop, Geschäftsführer der Friedensakademie Rheinland-Pfalz, zu drei zentralen Befunden: 1. Die Friedensdenkschrift bindet sich friedensethisch an den Staat, ohne dessen zweifelhafte Bilanz mit Blick auf gerechten Frieden zu reflektieren. 2. Sie macht die liberale Demokratie zum Ausgangspunkt einer Rechtfertigungskette, ohne die Konsequenzen ihrer gegenwärtigen Krise zu durchdenken. 3. Sie betont die Bedeutung staatlicher Souveränität und territorialer Integrität ohne das inhärente Spannungsverhältnis zum Selbstbestimmungsrecht zu diskutieren.

Von Gerhard Vowe, 6. Februar 2026, Wie lässt sich die Chance vergrößern, dass die Botschaft vom Gerechten Frieden Gehör findet? Dass sie öffentlich bemerkt, erörtert, erinnert, bedacht wird? Meine Antwort: Jede Botschaft hat es heutzutage sauschwer. Denn das Angebot an Botschaften steigt und steigt, und so wird die Aufmerksamkeit der Adressaten immer knapper. Aber: Die Chance auf Gehör könnte größer sein, wenn sich die Kirche stärker auf drei Spielregeln einließe, nach denen um öffentliche Resonanz gerungen wird.






























































































