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Diskriminierung, Machtmissbrauch und Mobbing und ihre (gesundheitlichen) Folgen

Veranstaltungsflyer mit den vorliegenden Texten

Diskriminierungen haben gesundheitliche und soziale Folgen. Betroffene schlafen schlecht, sind unkonzentriert, weniger leistungsfähig und in sozialen Kontakten unausgeglichen. Die Folgen sind nicht nur auf der individuellen Ebene gravierend, auch die Arbeitsatmosphäre und das Leistungsniveau leiden darunter.

An drei Terminen werden die Themen Diskriminierung, Mobbing und Machtmissbrauch aus wissenschaftlicher und gesellschaftspolitischer Perspektive aufgegriffen:

Mittwoch, 20.05.2026, 12:00–13:30 Uhr (online)
Diskriminierung und psychische Gesundheit
Referentin: Dr. Christine Emmer, Psychologin an der Universität Mannheim

Dr. Christine Emmer arbeitet interdisziplinär an der Schnittstelle von Psychologie und Soziologie und untersucht in ihrer Forschung die Auswirkungen von sozialer Ungleichheit und Diskriminierung auf die psychische und körperliche Gesundheit. In ihrem Vortrag wird sie einen Überblick über die empirische Forschung zu den Folgen von Diskriminierung für psychische Gesundheit und Gesundheitsverhalten geben, wissenschaftliche Methoden zur Untersuchung dieser Effekte vorstellen und die Konsequenzen für individuelle sowie kollektive Gesundheit diskutieren. Außerdem beleuchtet sie strukturelle Aspekte von Diskriminierung und zeigt Möglichkeiten für präventive und schützende Maßnahmen auf.


Mittwoch, 27.05.2026 - 12:00-13:30 Uhr (online)
Mobbing am Arbeitsplatz – Ein Angriff auf Würde und Gesundheit: Es ist Zeit, hinzuschauen – und zu handeln.
Referentin: Beate Müller-Gemmeke, Dipl. Sozialpädagogin FH, ehemalige Bundestagsabgeordnete (2009-2025), Sozial- und Arbeitsmarktpolitikerin

Mobbing ist kein Einzelschicksal und auch kein Randphänomen, sondern ein strukturelles Problem, das Millionen Menschen betrifft. Laut Mobbing-Report erleben fast 7 Prozent der Beschäftigten Mobbing – oft über Wochen oder Monate hinweg. Für sie bedeutet es gezielte Ausgrenzung und psychische Gewalt am Arbeitsplatz – mit gravierenden Folgen für Gesundheit und Arbeitsklima. Es entstehen hohe Kosten für Unternehmen und die Gesellschaft – durch Krankheitstage, frühzeitige Berufsaufgaben und soziale Isolation. Doch trotz dieser Zahlen fehlt es in Deutschland an wirksamem Schutz. Der Vortrag zeigt, dass Mobbing verharmlost, individualisiert und ignoriert wird – sowohl in der Politik als auch in der Arbeitswelt.

Weitere Informationen: 
Powerpoint-Präsentation 
Vortrag


Mittwoch, 10.06.2026 - 12:00-13:30 Uhr (online)
Machtbeziehungen am Arbeitsplatz und gesundheitliche Folgen – arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisstand und praktische Konsequenzen
Referent: Dr. Wolfgang Hien, Arbeits- und Gesundheitswissenschaftler

Ausgehend von allgemein anerkannten arbeitswissenschaftlichen Modellen zum Zusammenhang von Arbeitsbelastungen und psychischen Erkrankungen (Karasek/Theorell und Siegrist) werden arbeitsplatzbezogene Macht-Konstellationen dargestellt, die sich epidemiologisch als pathogen wirksame Arbeitsbedingungen erwiesen haben. Ausgewählte Studien hierzu werden kurz vorgestellt. Grundlegend für eine präventive Strategie ist die Gefährdungsbeurteilung psychischer Arbeitsbelastungen. Deren Grundzüge werden am Beispiel pathogener Machtbeziehungen skizziert und zur Diskussion gestellt.

Weitere Informationen:
Power-Point-Präsentation


Anmeldung: Bitte melden Sie sich jeweils anhand der Registrierunglinks bis spätestens einen Tag vor dem jeweiligen Termin an. Bei Fragen steht Ihnen Dr. Cornelia Rövekamp - c.roevekamp[at]rptu.de - zur Verfügung. 

→ Veranstaltungsreihe im pdf-Format

Weitere Informationen über Diskriminierung, sexualisierte Gewalt, Machtmissbrauch und Mobbing finden Sie hier: Beschwerdestelle der RPTU - Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz - RPTU Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau


Diese Maßnahme - Impulsvorträge mit dem Themenbezug Diskriminierung, Mobbing und Machtmissbrauch - entstand im Rahmen der HR Excellence in Research-Intitative (HRS4R), die zur kontinuierlichen Verbesserung der Arbeits- und Forschungsbedingungen an der RPTU beiträgt.

Veranstaltungsflyer mit den vorliegenden Texten