Der Friedensakademie-Blog verbindet Forschungs- und Praxisbeiträge zu Themen der zivilen Konfliktbearbeitung und Krisenprävention. Er trägt damit gezielt zu einer Stärkung friedenswissenschaftlicher und -politischer Dialoge zwischen Wissenschaft, Praxis, Zivilgesellschaft und Politik bei.

Neueste Beiträge


Redaktionsteam

Annalena Groppe arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsschwerpunkt Friedenspädagogik an der Friedensakademie Rheinland-Pfalz.

Dr'in Anne Hennings ist wissenschaftlicher Mitarbeiterin der Friedensakademie Rheinland-Pfalz und forscht im Bereich Umwelt- und Ressourcenkonflikte.


Tim Schreck studiert Geographie im Master an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und ist wissenschaftliche Hilfskraft an der Friedensakademie. 


Neueste Beiträge

Titelbild mit Aufschrift "Debattenreihe Friedensdenkschrift". Im Hintergrund 3 Ausgaben der Friedensdenkschrift übereinandergelegt. Darauf stilisierte Friedenstaube und Titel: "Welt in Unordnung - Gerechter Friede im Blick". "evangelische Friedensethik angesichts neuer Herausforderungen" EKD Evangelische Kirche in Deutschland. Oben Logo der Friedenskademie Rheinland-Pfalz
Öffentlichkeitswirksam? Wie lässt sich die Chance der Friedensdenkschrift auf öffentliches Gehör vergrößern?

Von Gerhard Vowe, 6. Februar 2026, Wie lässt sich die Chance vergrößern, dass die Botschaft vom Gerechten Frieden Gehör findet? Dass sie öffentlich bemerkt, erörtert, erinnert, bedacht wird? Meine Antwort: Jede Botschaft hat es heutzutage sauschwer. Denn das Angebot an Botschaften steigt und steigt, und so wird die Aufmerksamkeit der Adressaten immer knapper. Aber: Die Chance auf Gehör könnte größer sein, wenn sich die Kirche stärker auf drei Spielregeln einließe, nach denen um öffentliche Resonanz gerungen wird.

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Titelbild mit Aufschrift "Debattenreihe Friedensdenkschrift". Im Hintergrund 3 Ausgaben der Friedensdenkschrift übereinandergelegt. Darauf stilisierte Friedenstaube und Titel: "Welt in Unordnung - Gerechter Friede im Blick". "evangelische Friedensethik angesichts neuer Herausforderungen" EKD Evangelische Kirche in Deutschland. Oben Logo der Friedenskademie Rheinland-Pfalz
Mehr Dissens für gerechten Frieden - Fragen und Anstöße für die notwendige friedensethische Debatte

Von Christoph Picker und Christoph Weller, 28. Januar 2026 - Christoph Picker, Direktor der Evangelischen Akademie der Pfalz, und Christoph Weller, Professor für Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Augsburg, greifen die Einladung der Friedensdenkschrift zur Prüfung von Positionen und zur Formulierung von Fragen auf. Im Folgenden fokussieren sie zwölf Themenbereiche, die der weiteren Diskussion bedürfen und in denen die Anerkennung von Dissens einen wertvollen Beitrag zum Frieden leisten könnte. Die Fragen sollen die Debatte anregen und strukturieren. Sie eröffnen eine Blogreihe der Friedensakademie Rheinland-Pfalz und laden ein, sich zu beteiligen.

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Forstwald in der Eifel
Zeitsplitter – Splitterzeit: Friedensforschung und Bildende Kunst am Westwall

Von Tim Schroll, 13. November 2025 - Im Sommersemester 2025 fand eine ungewöhnliche Lehrveranstaltung statt. Dr. Gregor Walter-Drop und Christopher Rohles von der Friedensakademie Rheinland-Pfalz ermöglichten den Studierenden der RPTU Kaiserslautern-Landau Zeitgeschichte in einem neuen Format zu erfahren und zu diskutieren. Eine zentrale Rolle spielten Baumstücke aus der Eifel, in denen Granatsplitter aus der Zeit des zweiten Weltkrieges eingeschlossen sind. Um diese Baumstücke nicht nur historisch als „Zeitzeugen“ zu betrachten, sondern auch ihrer künstlerisch/materiellen Dimension gerecht zu werden, ergab sich eine Kooperation mit Prof. Tina Stolt des Instituts für Kunstwissenschaft und Bildende Kunst. Daraus entstand eine explorative und multiperspektivische Lehrveranstaltung, an der sich vor allem Studierende der künstlerischen- und politikwissenschaftlichen Studiengänge beteiligten. Im Folgenden berichten Teilnehmende von den Erfahrungen aus dieser besonderen Vernetzung.

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eine Skulptur mit Kugeln darauf, die auf einer Wippe im Balanceakt stehen © Myles Bloomfield
Frieden gestalten – aber wie? Macht und Ungleichgewichte im Fokus

Von Dr. Samantha Ruppel, 12. September 2025 - Friedenskonzepte sind oft durch normative Annahmen geprägt – mit einem liberalen Verständnis und einem Fokus auf Institutionen, Demokratie und Markt. Doch dieses Modell ignoriert die Spannungen (frictions), die entstehen können, wenn universelle Normen auf lokale Kontexte treffen. Machtungleichgewichte zwischen globalen und lokalen Akteur*innen, zwischen Wissensformen und politischen Strukturen, prägen Friedensprozesse und beeinflussen, welche Perspektiven gehört und welche marginalisiert werden. Ein hybrider Friedensansatz, der sowohl top-down als auch bottom-up Dynamiken integriert, kann diese Spannungen reflektieren, um Frieden nicht nur zu implementieren, sondern auch verschiedene Ideen von Frieden zu berücksichtigen. Der Beitrag diskutiert die Notwendigkeit einer kritischen Reflexion dieser Machtverhältnisse und zeigt, wie lokale Akteur*innen trotz struktureller Ungleichheiten Friedensräume gestalten.

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