Der Friedensakademie-Blog verbindet Forschungs- und Praxisbeiträge zu Themen der zivilen Konfliktbearbeitung und Krisenprävention. Er trägt damit gezielt zu einer Stärkung friedenswissenschaftlicher und -politischer Dialoge zwischen Wissenschaft, Praxis, Zivilgesellschaft und Politik bei.

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Redaktionsteam

Annalena Groppe arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsschwerpunkt Friedenspädagogik an der Friedensakademie Rheinland-Pfalz.

Dr'in Anne Hennings ist wissenschaftlicher Mitarbeiterin der Friedensakademie Rheinland-Pfalz und forscht im Bereich Umwelt- und Ressourcenkonflikte.


Tim Schreck studiert Geographie im Master an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und ist wissenschaftliche Hilfskraft an der Friedensakademie. 


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Ausgetrocknetes Flussbett in Petorca. An den Rändern kann man grüne Avocado Plantagen erkennen
„Wem gehört das Wasser?“ eine Reportage über Wassernutzungskonflikte in Chile von Fabian Kulle

Von Tim Schreck und Fabian Kulle, 25. September 2026 - Chile folgt einem auf Extraktivismus und Export zugeschnittenem Wirtschaftsmodell, dass auf einer neoliberalen Logik beruht, welche global lange Zeit ihres gleichen suchte. In der Avocado-Industrie werden die Konsequenzen dieses marktbasierten Umgangs mit der natürlichen Ressource Wasser besonders deutlich. Eine Reportage von Fabian Kulle über die Wassernutzungskonflikte in der Region Petorca, die im Anschluss an eine Masterexkursion des Geographischen Instituts der Universität Bonn entstanden ist, zeigt die sozio-ökologischen Auswirkungen, welche durch die radikale Umgestaltung der organisatorischen und institutionellen Regelungen durch neoliberale Globalisierungsprozesse entstehen.

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Titelbild mit Aufschrift "Debattenreihe Friedensdenkschrift". Im Hintergrund 3 Ausgaben der Friedensdenkschrift übereinandergelegt. Darauf stilisierte Friedenstaube und Titel: "Welt in Unordnung - Gerechter Friede im Blick". "evangelische Friedensethik angesichts neuer Herausforderungen" EKD Evangelische Kirche in Deutschland. Oben Logo der Friedenskademie Rheinland-Pfalz
Kein Vertrauen in Gewaltlosigkeit - Anmerkungen zur EKD-Friedensdenkschrift 2025

Von Dr. Markus Weingardt, 10. Juni 2026 - Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat scharfe Kritik für ihre neue Friedensdenkschrift geerntet. Christliche Friedensorganisationen und -verbände zeigen sich entsetzt über den einseitigen Fokus auf militärische Mittel. Hier finden Sie die "Anmerkungen zur Friedensdenkschrift 2025" von Dr. Markus Weingardt.

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Titelbild mit Aufschrift "Debattenreihe Friedensdenkschrift". Im Hintergrund 3 Ausgaben der Friedensdenkschrift übereinandergelegt. Darauf stilisierte Friedenstaube und Titel: "Welt in Unordnung - Gerechter Friede im Blick". "evangelische Friedensethik angesichts neuer Herausforderungen" EKD Evangelische Kirche in Deutschland. Oben Logo der Friedenskademie Rheinland-Pfalz
Gerechter Frieden, Kirche und Staat: Ein politikwissenschaftlicher Seitenblick auf die EKD-Friedensdenkschrift 2025

Von Dr. Gregor Walter-Drop, 2. März 2026 - Wie verhält sich die EKD-Friedensdenkschrift zum Staat und welche Folgen hat das für ihre Argumentation? In dieser politikwissenschaftlichen Analyse kommt Dr. Gregor Walter-Drop, Geschäftsführer der Friedensakademie Rheinland-Pfalz, zu drei zentralen Befunden: 1. Die Friedensdenkschrift bindet sich friedensethisch an den Staat, ohne dessen zweifelhafte Bilanz mit Blick auf gerechten Frieden zu reflektieren. 2. Sie macht die liberale Demokratie zum Ausgangspunkt einer Rechtfertigungskette, ohne die Konsequenzen ihrer gegenwärtigen Krise zu durchdenken. 3. Sie betont die Bedeutung staatlicher Souveränität und territorialer Integrität ohne das inhärente Spannungsverhältnis zum Selbstbestimmungsrecht zu diskutieren.

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Titelbild mit Aufschrift "Debattenreihe Friedensdenkschrift". Im Hintergrund 3 Ausgaben der Friedensdenkschrift übereinandergelegt. Darauf stilisierte Friedenstaube und Titel: "Welt in Unordnung - Gerechter Friede im Blick". "evangelische Friedensethik angesichts neuer Herausforderungen" EKD Evangelische Kirche in Deutschland. Oben Logo der Friedenskademie Rheinland-Pfalz
Öffentlichkeitswirksam? Wie lässt sich die Chance der Friedensdenkschrift auf öffentliches Gehör vergrößern?

Von Gerhard Vowe, 6. Februar 2026, Wie lässt sich die Chance vergrößern, dass die Botschaft vom Gerechten Frieden Gehör findet? Dass sie öffentlich bemerkt, erörtert, erinnert, bedacht wird? Meine Antwort: Jede Botschaft hat es heutzutage sauschwer. Denn das Angebot an Botschaften steigt und steigt, und so wird die Aufmerksamkeit der Adressaten immer knapper. Aber: Die Chance auf Gehör könnte größer sein, wenn sich die Kirche stärker auf drei Spielregeln einließe, nach denen um öffentliche Resonanz gerungen wird.

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