Gut drei Jahrzehnte an der Spitze der Universitätsverwaltung: Kanzler Stefan Lorenz verabschiedet
Nach 29 Amtsjahren wurde Stefan Lorenz, Kanzler der RPTU Kaiserslautern-Landau, am 26. Juni im Rahmen eines Festakts in den Ruhestand verabschiedet. Vor rund 400 Gästen aus Politik, Stadtgesellschaft und Universität würdigten Vertreterinnen und Vertreter aus Ministerium, Hochschulrat, Personalrat und Universitätsleitung sein langjähriges Wirken. Gleichzeitig erhielt sein Nachfolger Kurt Sendldorfer seine Ernennungsurkunde. Er wird die Leitung der Universitätsverwaltung zum 1. August übernehmen.
Mit der Übergabe der Urkunden wurde Abschied und Neubeginn offiziell vollzogen. Eine besondere Wertschätzung erhielt Stefan Lorenz durch seine Ernennung zum Ehrensenator der RPTU. Damit würdigte der Senat seine außergewöhnlichen Verdienste um die Universität in einer ebenso außergewöhnlich langen Amtszeit – nach zwei Amtszeiten von je acht Jahren wurde er 2013 zum Kanzler auf Lebenszeit bestellt.
Seit seinem Amtsantritt 1997 prägte Stefan Lorenz die Entwicklung der Universität maßgeblich. Zu den frühen Herausforderungen zählten die Einführung des Personalbemessungskonzepts des Landes sowie die Modernisierung der Haushaltssystematik. Sein Ziel war stets, eine moderne Universität in Forschung und Lehre durch eine leistungsfähige, serviceorientierte Verwaltung zu unterstützen und stabile Finanzen, Personal, Rechtssicherheit und Freiraum für die Entfaltung der Universität zu gewährleisten.
Zu den wichtigsten Meilensteinen seiner Amtszeit zählen die Bewältigung der Corona-Pandemie sowie die Verwaltungsorganisation im Zuge der Zusammenführung mit dem Universitätsstandortes Landau. Mit dem Aufbau einer gemeinsamen Verwaltung ohne dauerhafte Doppelstrukturen trug er wesentlich dazu bei, Zusammengehörigkeit nicht nur zu formulieren, sondern auch organisatorisch zu verankern.
Darüber hinaus engagierte sich Stefan Lorenz in besonderem Maße im Bereich Stiften und Fördern. Seit der Gründung der Universitätsstiftung im Jahr 2006 gehört er ihrem Kuratorium an, unterstützte das Fundraising für den Kauf der Villa Denis und begleitete den kontinuierlichen Ausbau der Stiftung. Zudem ist er in weiteren universitätsnahen Stiftungen aktiv, darunter der Wipprecht-Stiftung sowie der Ursula-und-Dieter-Haaß-Stiftung zur Förderung des Deutschlandstipendiums.

