MINT-ProNeD: Professionelle Netzwerke zur Förderung adaptiver, prozessbezogener digital-gestützter Innovationen in der MINT-Lehrpersonenbildung
Aktuelles
Das Projekt MINT-ProneD ist zum 30.09.2025 erfolgreich abgeschlossen worden.
Im Projektverbund MINT-ProNeD entwickelten neun lehrerbildende Hochschulen aus Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz unter der Leitung von TüCeDE gemeinsam mit Landesinstituten und Schulen innovative Professionalisierungsangebote und Unterrichtskonzepte für einen digital-gestützten, adaptiven MINT-Unterricht. Es entstanden über 30 Fortbildungen, elf Konzepte für Professionelle Lerngemeinschaften und 13 Unterrichtsszenarien, darunter eine VR-App für Chemie und eine KI-Schulung. Standort- und fächerübergreifend wurde zudem ein Selbstlernkurs zum adaptiven, digital-gestützten MINT-Unterricht entwickelt (abrufbar über ZSL-Moodle: koordination.mint-proned@tuecede.uni-tuebingen.de).
Die Projektergebnisse wurden breit über Fachveranstaltungen, Messen, die MINT-ProNeD-Community und das Portal www.schule-mal-digital.de verbreitet. Obwohl die Projektlaufzeit am 30. September 2025 endete, werden die Angebote durch Fachdidaktiken und Landesinstitute fortgeführt und stehen als OER über Plattformen wie ZOERR, ComPleTT/Fundus und die lernen:digital-Mediathek zur Verfügung.
Die Arbeiten aus dem Teilprojekt MINT-ProNeD-TUK am Standort Kaiserslautern sind hier einsehbar.
Medien und Berichte
Digitale Fort- und Weiterbildung: MINT-ProNeD als Mitglied im Kompetenzverbund lernen:digital
In der Broschüre “Kompetenzzentren für digitales und digital gestütztes Unterrichten in Schule und Weiterbildung. Ergebnisse des Kompetenzverbund lernen:digital” ist MINT-ProNeD im MINT-Cluster eines von vielen Projekten zu sehen, die sich als Teil des Kompetenzverbundes der Förderung der Bildung von Lehrkräften im Rahmen der Digitalität gewidmet haben. Die Publikation können Sie hier nachlesen.
(Stand: 01.04.2026)
MINT-ProNeD: „Adaptiver Unterricht verbessert die Passung von Lerninhalten und Lernvoraussetzungen.“
Interview mit unserer Verbundkoordinatorin Dr. Ulrike Franke über adaptive Lernumgebungen und den Austausch zwischen Forschung und Bildungspraxis. Nachzulesen auf der Seite vom Kompetenzverbund lernen digital. Lesenswert!
Im Projektverbund MINT-ProNeD „Professionelle Netzwerke zur Förderung adaptiver, prozessbezogener, digital gestützter Innovationen in der MINT-Lehrpersonenbildung“ arbeiten neun Hochschulen, drei Forschungsinstitute sowie die jeweiligen Landesinstitute für Lehrkräftebildung und Schulentwicklung gemeinsam an einem Fortbildungs- und Beratungskonzept für adaptiven, digital gestützten MINT-Unterricht. Interview mit Dr. Ulrike Franke. Redaktion: Petra Schraml, DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation
(Stand: 25.08.2025)

Das Verbundprojekt MINT-ProNeD stellt einen Teil des Kompetenzzentrums MINT von lernen:digital dar. MINT-ProNeD steht dabei für Professionelle Netzwerke zur Förderung adaptiver, prozessbezogener digital-gestützter Innovationen in der MINT-Lehrpersonenbildung. Im Rahmen von drei Netzwerken wird die Professionalisierung von Lehrkräften der MINT-Fächer, sowohl im allgemeinbildenden, als auch im berufsbildenden Bereich adressiert.
Netzwerk 1: Fortbildungen
Netzwerk 2: Unterrichtsentwicklung und -beratung
Netzwerk 3: Future Innovation Hub
Adaptiver Unterricht - Adaptive Fortbildungen
Der Bildungserfolg hängt stark von den individuellen Lernvoraussetzungen von Schüler:innen ab – insbesondere in den MINT-Fächern. Adaptiver Unterricht, welcher explizit die individuellen Voraussetzungen berücksichtigt und personalisierte Lernmöglichkeiten bietet, gilt als vielversprechendes didaktisches Konzept, um produktiv mit Heterogenität umzugehen. Digitale Technologien unterstützen Lehrkräfte darin, adaptiven Unterricht effektiv zu gestalten, da sie ihnen innovative Möglichkeiten der Diagnostik und Differenzierung bereitstellen. Um digital gestützten adaptiven Unterricht zu realisieren, müssen diese Lehrkräfte allerdings qualifiziert und gut ausgebildet sein. Trotz zahlreicher Leuchtturmprojekte im Bereich digitaler Bildung zeichnen sich bisherige Initiativen in der Lehrkräftebildung oft durch eine geringe Flächendeckung, eine unzureichende phasenübergreifende Kooperation und eine geringe Fachspezifität aus. Ziel des Verbundvorhabens ist daher die Etablierung eines integrativen Gesamtkonzepts für die MINT-Lehrkräftebildung in Form von drei interdisziplinären und phasenübergreifenden Netzwerken (Fort- und Weiterbildungen, Unterrichtsentwicklung und -beratung, Future Innovation Hub). Aus fachlicher Perspektive fokussieren diese Netzwerke die digital gestützte adaptive Förderung prozessbezogener Kompetenzen, da diese als fundamentale Grundlage für eine vertiefte Anwendung und Auseinandersetzung von MINT-bezogenen Inhalten gelten und zugleich ein Fortbildungsdesiderat bilden.
Grundlage des Vorhabens ist dabei die systematische Zusammenarbeit von neun lehrkräftebildenden Hochschulen Süddeutschlands, um eine exzellente und systematische Abdeckung der verschiedenen MINT-Didaktiken entlang der verschiedenen Schularten und -fächer zu ermöglichen. Die Forschungsbasierung und Qualität der entstehenden Angebote wird durch den Einbezug einschlägiger Akteure (IWM, DIE, DIPF, LMU, DFKI) und der beteiligten Landesinstitute gewährleistet.
MINT-ProNeD-TUK (Kaiserslautern)
MINT-ProNeD Kaiserslautern umfasst alle drei Netzwerke, in denen drei Arbeitsgruppen sowie das Zentrum für Lehrkräftebildung (ZfL) der RPTU am Standort Kaiserslautern beteiligt sind. Die Entwicklung und Durchführung adaptiver Fortbildungen für MINT-Lehrkräfte im Netzwerk 1: Fortbildung erfolgt in den Arbeitsgruppen Fachdidaktik Biologie (Prof. Dr. Christoph Thyssen) und Fachdidaktik in der Technik (Prof. Dr. Leo van Waveren). Das Netzwerk 2: Unterrichtsentwicklung und -beratung ist in der Arbeitsgruppe Pädagogik (Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs) angesiedelt. Das Netzwerk 3: Future Innovation Hub ist in Kooperation mit dem DFKI Bestandteil der Fachdidaktik in der Technik (Prof. Dr. Leo van Waveren). Die Koordination am MINT-ProNeD Teilprojekt Kaiserslautern liegt in Händen des Zentrums für Lehrkräftebildung in Kaiserslautern (Dr. Claudia Gomez-Tutor). Die Projektleitung am Standort hat Prof. Dr. Leo van Waveren inne.
Die RPTU (Standort Kaiserslautern) ist in allen drei Netzwerken integral an den Arbeiten beteiligt (zukünftige Lehr-Lern-Technologien, Strukturierungen digitaler Kompetenzen für naturwissenschaftlichen Unterricht/DiKoLAN und phasenübergreifende Lehrkräftebildung) und übernimmt eine standortspezifische Begleitforschung und Qualitätssicherung.
Kontakt Verbundprojekt
Kontakt Kaiserslautern
Projektleitung
Prof. Dr. Leo van Waveren
Ansprechpartner
Prof. Dr. Leo van Waveren
Dr. Claudia Gómez Tutor
Prof. Dr. Christoph Thyssen
Jeannette Andres (Koordination)
Pia Schäfer (Netzwerk 1)
Theresa Brechters (Netzwerk 1)
Michael Spanier (Netzwerk 1)
Jonas Burkhart (Netzwerk 2)
Philipp Weber (Netzwerk 2)
Michael Becker (Netzwerk 3)

Netzwerk 1: MINT-Fortbildungen
Im Netzwerk Fortbildungen werden forschungsbasierte Fortbildungsangebote zur adaptiven Förderung prozessorientierter Kompetenzen von Schüler:innen in den MINT-Fächern (weiter-)entwickelt und durchgeführt. In den Blick genommen wird dabei die gezielte Nutzung der Potenziale digitaler Technologien, um Schüler:innen adaptiv beim Erwerb von Problemlösekompetenzen, Kommunikations- und Bewertungskompetenzen im MINT-Unterricht zu unterstützen. Digitale Technologien sollen somit abhängig von ihrem Potenzial in unterschiedlichen Unterrichtsphasen und für verschiedene Funktionen im Fachunterricht eingesetzt werden.
Mehr Infos zum Projekt in Kaiserslautern finden Sie hier.

Netzwerk 2: Unterrichtsentwicklung und -beratung
Im Netzwerk Unterrichtsentwicklung und -beratung wird ein Professionalisierungsangebot zur systematischen Beratung von Schulen im Sinne einer partizipativen Unterrichtsentwicklung durch schulübergreifende Lerngemeinschaften umgesetzt. Das Netzwerk fokussiert auf die Unterstützung von Lehrkräften bei der Umsetzung digital-gestützter adaptiver Förderung prozessbezogener Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern. Die Unterrichtsentwicklung basiert dabei auf einem Co-Design-Ansatz in dem Forschende und Lehrkräfte in einem engen Austauschprozess gemeinsam Unterrichtskonzepte entwickeln. Ziel ist es, forschungsbasierte und zugleich praxistaugliche Unterrichtskonzepte zu gestalten, die mit der gängigen Ausstattung in Schulen realisiert werden können.
Mehr Infos zum Projekt in Kaiserslautern finden Sie hier.

Netzwerk 3: Future Innovation Hub
Im Netzwerk Future Innovation Hub entsteht ein auf den DigCompEdu-Kompetenzrahmen abgestimmtes Hubkonzept, in dem zukunftsweisende Cutting-Edge Technologien (z.B. Big Data, Nutzung künstlicher Intelligenz, immersive und virtuelle Realitäten, Sensoren) für den MINT-Unterricht, entwickelt und gemeinsam mit Lehrkräften auf einen potenziellen Einsatz im (zukünftigen) MINT-Unterricht hin erprobt werden. Lehrkräfte werden so zu Change Makern im MINT-Bildungsbereich und können durch forschungsbasierte Erfahrungen den zukünftigen MINT-Unterricht mitgestalten. Das Hubkonzept trägt dadurch einem zentralen Punkt des EU-Digital Action Plan Rechnung, der Maßnahmen zur Integration fortgeschrittener Technologien fordert, um Lehrkräfte auf ein Unterrichten der Zukunft vorzubereiten.
Mehr Infos zum Projekt in Kaiserslautern finden Sie hier.
Veranstaltungsrückblick
Didacta 2025 - wir waren dabei!
Auch dieses Jahr haben wir wieder die Gelegenheit genutzt, um auf der Didacta mit Lehrkräften in Austausch zu treten und unsere Angebote aus dem Bereich MINT-Lehrkräftebildung zu präsentieren. Hier geht es zum Beitrag aus dem Verbund.
Rückblick MINT-ProNeD auf der iMedia 2024
Im Dialog zwischen Forschung und Praxis - Schüler:innen und Lehrkräften nutzten den Kontakt und Austausch mit unserem Projekt . Hier geht es zum Artikel.
MINT-ProNeD goes iMedia!
Am 14. Mai 2024 präsentierte das Verbundprojekt MINT-ProNeD gemeinsam mit dem Pädagogischen Landesinstitut RLP und der RPTU auf der iMedia in Ingelheim seine Professionalisierungsangebote und innovativen Technologien für den adaptiven, prozessorientierten MINT-Unterricht. Der Projektverbund war im großen Saal des Weiterbildungszentrums (WBZ) an Ausstellerständen mit verschiedenen Hands-On Aktionen sowie mit Vorträgen und Workshops vertreten.

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