20 Jahre Partnerschaft: RPTU baut Zusammenarbeit mit der University of Botswana weiter aus
Die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) begeht das 20-jährige Jubiläum ihres DAAD-geförderten Austauschprogramms mit der University of Botswana (UB) und richtet dabei zugleich den Blick nach vorn: Die institutionelle Partnerschaft soll künftig weiter ausgebaut werden; im Fokus stehen gemeinsame Forschung, internationale Projekte und nachhaltige Netzwerke.
Am 17. Juni 2026 feierte die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) gemeinsam mit zahlreichen Gästen das 20-jährige Jubiläum des Austauschprogramms mit der University of Botswana (UB). Unter den Teilnehmenden befanden sich hochrangige Ehrengäste wie Kai Sicks (DAAD-Generalsekretär), David Norris (Vizekanzler University of Botswana) und Casper Bonyongo (Direktor des Okavango Research Institute der University of Botswana). Der Botschafter der Republik Botswana in Deutschland war kurzfristig verhindert, seine Ansprache wurde jedoch vom Dekan der Fakultät für Geisteswissenschaften, Bildung und Sozialwissenschaften der University of Botswana vorgetragen.
Die Feierlichkeiten zeigten eindrucksvoll, wie sich aus einer langjährigen Hochschulpartnerschaft mehr und mehr ein lebendiges und wachsendes Netzwerk entwickelt, das auch in Zukunft gemeinsame Forschung, Lehre und gesellschaftliche Wirkung über Kontinente hinweg vorantreiben will. Eine beachtenswerte Entwicklung, wie auch RPTU-Präsident Malte Drescher in seiner Grußbotschaft betonte – und dabei zugleich unterstrich: „We aim for a real strategic partnership – wir streben eine echte strategische Partnerschaft an.“ Oliver Frör, Vizepräsident für Internationales, Nachhaltigkeit und bauliche Entwicklung an der RPTU, machte deutlich, dass die Partnerschaft sowohl breit als auch tief verankert sei: tief in dem Sinne, dass sie von einer Vielzahl an Personen getragen wird, und breit in dem Sinne, dass es nicht nur um einen reinen Austausch, sondern auch um gemeinsame Projekte, Veröffentlichungen und Projektanträge gehe.
Seit 2006 ermöglicht das vom DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) im Rahmen des Programms „Internationale Studien- und Ausbildungspartnerschaften (ISAP)“ geförderte Format zahlreichen Studierenden und Lehrenden beider Universitäten einen intensiven akademischen sowie kulturellen Dialog. Insgesamt haben bislang etwa 100 Studierende und 20 Dozierende (jeweils etwa hälftig aus jedem Land) daran teilgenommen.
Starker Partner nicht nur im Bereich Umweltwissenschaften
An der RPTU leiste das Programm einen wichtigen Beitrag zum Profilfeld „Global Varieties of English“ der Anglistik, erläutert Koordinator Prof. Dr. Frank Polzenhagen. In den Bildungs- und Umweltwissenschaften kommen aktuell weitere Kooperationen hinzu.
Insbesondere das Okavango Research Institute der UB, das Forschung im Gebiet des UNESCO-Naturwelterbes Okavango-Delta betreibt, ist für die Umweltwissenschaften der RPTU und ihren Schwerpunkt rund um die Interaktion von Land-Wasser-Ökosystemen ein sehr interessanter Partner. Doch auch darüber hinaus gibt es eine Fülle an Schnittmengen: Mithilfe an der RPTU verorteter Expertise können beispielsweise Daten besser erhoben werden, mit denen sich die Folgen für das Ökosystem Okavango-Delta beim Bau eines Staudamms beurteilen lassen. Zudem verfügt die RPTU über umfangreiche Erfahrungen in grenzüberschreitenden Forschungsprojekten – ein Themenfeld, das auch die University of Botswana künftig stärker ausbauen will.
Im April dieses Jahres besuchte zudem eine vierköpfige Delegation aus den Bildungswissenschaften der RPTU die UB in Gaborone. Während des einwöchigen Aufenthalts wurden gemeinsame Initiativen in den Bereichen erziehungswissenschaftliche Forschung, Lehrkräftebildung, Kunstpädagogik und berufliche Bildung vereinbart. Neben dem Festakt für die Anglistik besuchte die UB-Delegation an der RPTU daher auch die Fakultäten Erziehungswissenschaften, Kultur- und Sozialwissenschaften, und Informatik sowie das Zentrum für Lehrkräftebildung in Landau und Kaiserslautern.
Studierende und Forschende sammeln Afrika-Erfahrungen
Für die RPTU ist die Partnerschaft auch deshalb von großer Bedeutung, da sie Studierenden und Forschenden ermöglicht, eigene Afrika-Erfahrungen zu sammeln – „sie eröffnet wertvolle Einblicke in afrikanische Kontexte und stärkt zugleich internationale Perspektiven“, betont Christian Dorsch vom Referat Internationale Angelegenheiten der RPTU. Die nationale, staatliche University of Botswana bietet mit ihren Netzwerken vielfältige Kontakte und Anknüpfungspunkte auf dem gesamten afrikanischen Kontinent. Zukünftige Kooperationen auch mit anderen Ländern Afrikas könnten – auf Basis dieser Partnerschaft und mit gelungenen Best-Practice-Beispielen – initiiert werden.
Zugleich bietet Botswana als bisher politisch stabiles und wirtschaftlich erfolgreiches Land im südlichen Afrika verlässliche Rahmenbedingungen für Forschung, Austausch und Begegnung – und damit beste Voraussetzungen für den weiteren Ausbau dieser erfolgreichen Partnerschaft.

