Unsere RPTU Story

Studium und Engagement vereinen mit dem Deutschlandstipendium

Porträt einer jungen Frau
An der RPTU studiert Annika Bertsch aktuell Psychologie. Dank der Unterstützung durch das Deutschlandstipendium schafft sie es, Studium und Engagement miteinander zu verbinden. Foto: privat

Die 20-jährige Annika Bertsch wusste schon früh, dass sie beruflich mit Menschen arbeiten will und sich gesellschaftlich einbringen möchte. Die Wahl ihres Studiengangs fiel ihr somit nicht schwer: An der RPTU studiert sie aktuell Psychologie. Im Privaten sind ihr ehrenamtliche Tätigkeiten wichtig. Dank der Unterstützung durch das Deutschlandstipendium schafft sie es, Studium und Engagement leichter miteinander zu verbinden. Das Stipendium bietet ihr nicht nur finanzielle Entlastung, sondern auch Zeit und Freiraum, sich persönlich weiterzuentwickeln.

Ehrenamtliches Engagement begleitet sie bereits seit ihrer Kindheit, erzählt Annika: „Neben meinem Studium bin ich als Botschafterin für Volunta tätig, einer Organisation, die Freiwilligendienste im In- und Ausland organisiert und begleitet. In dieser Rolle motiviere ich junge Menschen dazu, sich für einen Freiwilligendienst zu entscheiden. Zusätzlich engagiere ich mich seit Kurzem als studentische Beisitzende des Freundeskreises der RPTU in Landau e.V. Dort vertrete ich studentische Perspektiven und unterstütze die Zusammenarbeit zwischen Universität und Stadt.“ 

Bereits während ihrer Schulzeit habe sie ein Praktikum in einer Behindertenwerkstatt gemacht, habe nach dem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr auf einer kardiologischen Station absolviert – und engagiert sich, seit sie klein ist, in der Kirche. Besonders im Rahmen ihres FSJ habe sie erkannt, welche Rolle psychische Faktoren spielen: „Ich habe jeden Tag gemerkt, wie sehr Angst, Hoffnung oder Stress das Erleben und den Umgang mit Krankheiten prägen, und habe auch festgestellt, wie wichtig es ist, zuzuhören und zu unterstützen.“ Die Erfahrungen, die sie im Rahmen ihres FSJ und ihres Praktikums sammelte, verstärkten ihr Interesse an Psychologie und führten schließlich zu ihrer jetzigen Studienwahl: „In der Psychologie geht es um menschliches Denken, Fühlen und Handeln sowie darum, menschliches Erleben wissenschaftlich fundiert zu verstehen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse praktisch anzuwenden, um zum Beispiel Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu helfen.“

Breit aufgestellt durch vielfältige Vertiefungsmöglichkeiten

Bei der Wahl einer passenden Universität fiel ihre Entscheidung auf die RPTU in Landau. Das hat mehrere Gründe, erzählt sie: „Ich habe unter anderem darauf geachtet, dass es sich um einen akkreditierten Studiengang handelt, der mit dem Qualitätssiegel der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, DGPs, ausgezeichnet ist.“ Das bedeutet, dass der Studiengang in Landau, wie in einigen anderen Städten auch, in Bezug auf Struktur und Inhalt den Empfehlungen der DGPs folgt. Und das wiederum kommt der Wissenschaftlichkeit und Forschungsorientierung zugute. 

Auch die vielfältigen inhaltlichen Schwerpunkte der RPTU waren für Annika ein wichtiges Argument: „Klinische Psychologie und Psychotherapie interessieren mich besonders. Gleichzeitig finde ich es spannend, dass das Studium auch Einblicke in andere Bereiche wie Pädagogische Psychologie, Wirtschaftspsychologie sowie Kommunikations- und Medienpsychologie bietet. Diese Vielfalt gefällt mir sehr, weil sie unterschiedliche Perspektiven öffnet und viele berufliche Wege sichtbar macht.“ Beispielsweise in der Forschung, in der Klinischen Psychologie, in der Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie, der Pädagogische Psychologie und in der Kommunikations- und Medienpsychologie. Doch nicht nur die fachliche Qualität, sondern auch das Umfeld haben zu ihrer Entscheidung beigetragen: „Ich habe mir vor meinem Studium verschiedene Städte angesehen und Landau war die erste Stadt, bei der ich dachte: hier kann ich mich wohlfühlen, gut lernen und mich auch persönlich weiterentwickeln.“

Deutschlandstipendium: Zeit für Engagement durch finanzielle Freiheit

Durch ihre Schwester, die selbst Stipendiatin ist, wurde Annika auf das Deutschlandstipendium aufmerksam: „Sie erzählte mir von vielfältigen Veranstaltungen, die sie besuchte, von wertvollen Vernetzungsmöglichkeiten, die sich ihr dadurch boten, und natürlich auch von der finanziellen Entlastung“, sagt Annika. Das hörte sich so gut an, dass sie beschloss, sich ebenfalls zu bewerben: „Ich dachte mir, ich habe ja nichts zu verlieren.“

Nach der schriftlichen Bewerbung erfolgte ein Auswahlgespräch, das sich aber nicht wie ein typisches Bewerbungsgespräch anfühlte, erzählt sie: „Es war eher ein persönliches Kennenlernen. Eine Auswahlkommission stellte mir Fragen zu aktuellen Themen, zu meinem bisherigen Werdegang und zu meinen Wertvorstellungen. Es muss schließlich für beide Seiten passen.“ 

„Es war eher ein persönliches Kennenlernen. Eine Auswahlkommission stellte mir Fragen zu aktuellen Themen, zu meinem bisherigen Werdegang und zu meinen Wertvorstellungen. Es muss schließlich für beide Seiten passen“, berichtet Annika Bertsch über ihr Auswahlgespräch für ein Deutschlandstipendium.

Und das tat es – pünktlich zu Studienbeginn erhielt sie die feste Zusage für ihr Stipendium und lernte kurz darauf ihre Förderer, den Freundeskreis der RPTU Landau e.V. bei einem ersten Treffen kennen: „Es war eine sehr angenehme und offene Atmosphäre, sehr familiär und herzlich. Ich habe interessante Gespräche mit den Förderern geführt, aber auch mit anderen Stipendiaten.“

„Es geht nicht nur um perfekte Lebensläufe“

„Das Stipendium ist besonders für Menschen geeignet, die sich einbringen und mitgestalten möchten – sei es in studentischen Gremien, in Vereinen wie dem Freundeskreis, in Arbeitskreisen oder im städtischen Umfeld.“ Es ist eine Mischung, sagt sie, die einerseits Leistungsbereitschaft voraussetzt, aber andererseits auch den Willen, sich zu engagieren: „Es geht nicht nur um perfekte Lebensläufe, sondern auch um Haltung oder Bereitschaft sich vernetzen zu wollen.“ 

Im Rahmen des Deutschlandstipendiums nimmt Annika regelmäßig an Treffen oder Vorträgen teil und sieht dies nicht als ihre bloße Verpflichtung an, sondern als einen für sie selbstverständlichen Teil der Förderung und als Ausdruck ihrer Verantwortung gegenüber den Förderern und der Gesellschaft: „Unsere Förderer investieren nicht nur Geld, sondern auch Vertrauen in uns. Es ist gut, sich regelmäßig auszutauschen, den Kontakt zu halten und die Zeit, die man durch die finanzielle Entlastung gewinnt, sinnvoll zu nutzen.“

 

Förderung durch das Deutschlandstipendium an der RPTU:

Das Deutschlandstipendium fördert besonders begabte Studierende, die sich durch hohe Leistungsbereitschaft sowie gesellschaftliches und soziales Engagement auszeichnen. Die Förderung erfolgt durch einen privaten Förderer – etwa Unternehmen, Stiftungen, Verbände oder Privatpersonen – mit einem monatlichen Betrag von 150 Euro. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung ergänzt diese Förderung um weitere 150 Euro pro Monat, sodass Studierende insgesamt 300 Euro monatlich erhalten.

Weitere Informationen unter:

https://rptu.de/deutschlandstipendium

Porträt einer jungen Frau
An der RPTU studiert Annika Bertsch aktuell Psychologie. Dank der Unterstützung durch das Deutschlandstipendium schafft sie es, Studium und Engagement miteinander zu verbinden. Foto: privat