
Professorin Dr. Simone Dunekacke
Nach dem Studium für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und dem Masterstudium in Erziehungswissenschaft an der Universität Bremen im Jahr 2011 arbeitete Professorin Dunekacke als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. 2016 schloss sie ihre Promotion in Erziehungswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin ab. Anschließend war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik tätig. 2018 wurde sie zunächst auf eine W1-Professur an der Freien Universität Berlin berufen und nahm schließlich im April 2024 ihren W2-Ruf der RPTU Kaiserslautern-Landau an.
Forschungsschwerpunkte
- Professionsforschung im Elementar- und Primarbereich
- Quantität und Qualität von Lerngelegenheiten im Elementar- und Primarbereich
- MINT-Bildung
- Multiprofessionelle Kooperation von Fachkräften im Elementar- und Primarbereich
3 Fragen
WAS FASZINIERT SIE AN IHRER FORSCHUNG?
Ich hatte die Möglichkeit im Rahmen meiner Promotionsstelle ein Thema bearbeiten zu dürfen, dass mich sowohl biographisch als auch beruflich sehr interessiert hat. Es bot mir die Möglichkeit verschiedene Interessen, nämlich das Mathematiklernen von Kindern und die Frage, wie Fachkräfte sie dabei unterstützen können und wie die Fachkräfte darauf in der Ausbildung vorbereitet werden, zu verbinden und mit innovativen Forschungsmethoden zu bearbeiten. Mich fasziniert an meiner Forschung, dass sich immer wieder neue Verbindungen auftun und neue Fragen entstehen, die ich gemeinsam mit tollen Mitarbeiter:innen und Kolleg:innen bearbeiten darf.
Ich schätze an meiner Forschung am meisten, dass ich das Privileg habe in einem geschützten und freien Raum Themen und Fragen anzugehen, die einen Beitrag leisten können, die Bildungsarbeit in Kitas und Grundschulen weiterzuentwickeln. Ein Privileg universitärer Forschung ist es meines Erachtens, auch Themen anzugehen, die auf der langen „To Do-Liste“ von Akteur:innen der Bildungspraxis und -politik nicht immer auf Platz eins stehen, für die Kinder aber trotzdem von langfristiger Bedeutung sind.
WER ODER WAS HAT IHNEN AUF DEM KARRIEREWEG ZUR PROFESSUR AM MEISTEN GEHOLFEN?
Ein besonderer Dank gilt meiner verstorbenen Dissertationsbetreuerin Prof. Dr. Sigrid Blömeke. Sie hat mir nach einer schwierigen beruflichen Phase im Vorbereitungsdienst für das Lehramt ein herausforderndes, aber auch wertschätzendes Arbeitsumfeld geboten, in dem ich vieles lernen konnte. Für den Weg zur Professur war das ein sehr guter Ausgangspunkt. Trotzdem müssen natürlich noch mehr Dinge dazukommen, weswegen ich die Frage mit einem Dreisatz beantworten möchte. Wichtig ist meines Erachtens das Zusammenspiel aus erstens, fachlicher und überfachlicher Kompetenz und Leistungsbereitschaft, zweitens guten Netzwerken und drittens einer Portion Glück. Natürlich stellen die persönlichen Voraussetzungen die Grundlage für eine Karriere in der Wissenschaft dar, ohne diese ist exzellente Forschung nicht möglich. Und trotzdem sind es (leider?) nicht nur die persönlichen Voraussetzungen alleine. Gerade für Wissenschaftler:innen, die wie ich nicht aus einer Akademiker:innenfamilie kommen, ist dies oft schwer nachzuvollziehen. Netzwerke und die damit verbundene Sichtbarkeit meiner Forschung waren wohl die entscheidende Voraussetzung. Sie haben mit dazu beigetragen, dass ich nach der Promotion spannende Angebote für Post-Doc-Stellen bzw. eine Juniorprofessur bekommen habe. Damit fängt dann die Sache mit dem Glück an. Es brauchte die richtigen Jobangebote zum passenden Zeitpunkt. Auf dem Karriereweg, mit seinen Höhen und Tiefen, hat es mir daher immer wieder geholfen, mir klar zu machen, dass es auch, aber nicht nur, um Kompetenz und Leistungsbereitschaft geht. Umso mehr freue ich mich und bin dankbar nun an der RPTU tätig sein zu dürfen.
WAS MACHEN SIE, WENN SIE NICHT ARBEITEN?
Ich verbringe sehr gerne Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden. Durch meinen beruflichen Werdegang bringt mich das immer wieder an unterschiedliche Orte in Deutschland. Das ist mit viel Planung aber auch mit vielen tollen und intensiven Momenten verbunden.
Das Wichtigste zum Schluss
Frühaufsteher*in oder Nachteule?
Frühaufsteherin.
Stadtleben oder Landluft?
Landluft, deswegen gefällt es mir in Landau auch so gut.
Kochen oder essen gehen?
Einkaufen auf dem Wochenmarkt und kochen.