Theaterinszenierung "Draußen vor der Tür" (Wolfgang Borchert)
Aufführung von Studierenden des Darstellenden Spiels/Theaters

Am 23. und 24. Januar 2026 führten Studierende des Studiengangs Darstellendes Spiel/Theater an der RPTU Kaiserslautern-Landau am Standort Landau das Theaterstück „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert im Audimax auf. Die beiden Aufführungen waren das Ergebnis eines Seminars unter der Leitung von Niklas Füllner und stießen auf große Resonanz: Rund 150 Zuschauer*innen besuchten die Vorstellung am ersten Abend, etwa 120 Zuschauer*innen die zweite Aufführung.
Das Drama schildert den vergeblichen Versuch eines Heimkehrers aus dem Zweiten Weltkrieg, wieder Teil der Gesellschaft zu werden und zugleich die Verantwortung für seine Kriegserfahrungen und Taten abzustreifen. Die Studierenden entschieden sich bewusst für dieses Stück, da die darin verhandelten Themen – Schuld, Ausgrenzung, Traumatisierung und gesellschaftliche Verantwortung – vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen erneut eine bedrückende Aktualität besitzen. Die Inszenierung machte diese Fragen mit klaren Bildern, konzentriertem Spiel und einer dichten Atmosphäre erfahrbar.
Ein besonderer Akzent lag auf der Aufführung am 23. Januar, zu der 35 Schüler*innen des Eduard-Spranger-Gymnasium Landau eingeladen waren. Die Schülerinnen, zwei Kurse des Fachs Darstellendes Spiel aus der Jahrgangsstufe 12, wurden von ihren Fachlehrerinnen begleitet und nahmen im Anschluss an die Vorstellung an einem ausführlichen Gespräch mit den Studierenden teil.
In diesem Austausch standen zentrale Themen der Inszenierung im Mittelpunkt: die ästhetische Gestaltung des Stücks, die Darstellung von Kriegstraumata, die Zerstörungen, die Krieg in Gesellschaft und zwischenmenschlichen Beziehungen hinterlässt, sowie die grundlegende Sinnlosigkeit von Kriegshandlungen. Darüber hinaus nutzten die jungen Theatermacher*innen die Gelegenheit, den Studierenden Fragen zu Probenprozessen, inszenatorischen Entscheidungen und zum Umgang mit Nervosität vor Auftritten zu stellen.
Die beiden Aufführungsabende zeigten eindrucksvoll, wie Theater im universitären Kontext nicht nur künstlerische Arbeit ermöglicht, sondern auch Räume für Reflexion, Bildung und generationsübergreifenden Dialog eröffnet. „Draußen vor der Tür“ wurde so zu einem nachhaltigen Beitrag zur Auseinandersetzung mit Geschichte, Gegenwart und gesellschaftlicher Verantwortung.
Ein besonderer Dank gilt der Landeszentrale für politische Bildung für Ihre Unterstützung.




