Rückblick: Interaktiver Theaterabend zu Rassismus und Queerfeindlichkeit an der RPTU Landau

Mit einem intensiven, bewegenden und dialogischen Theaterabend präsentierten die Studentinnen Hannah Strodt und Sandrina Münch ihr Abschlussprojekt im Studiengang Darstellendes Spiel/Theater an der RPTU Landau. Im Audimax der Universität wurde ein interaktives Forumtheater gezeigt, das sich den gesellschaftlich hochaktuellen Themen Rassismus und Queerfeindlichkeit widmete.
Das Projekt, entstanden im Kontext der Zertifikatsstudiengänge Menschenrechtsbildung und Darstellendes Spiel, orientierte sich am Konzept des Theaters der Unterdrückten nach Augusto Boal. Ziel war es, das Publikum nicht nur als Zuschauende, sondern als aktiv Mitdenkende und – auf freiwilliger Basis – Mitspielende einzubeziehen. Diese Offenheit prägte den gesamten Abend.
Im Zentrum standen zwei szenische Darstellungen, die alltägliche Erfahrungen von Ausgrenzung, Diskriminierung und struktureller Benachteiligung sichtbar machten. In den anschließenden Forumtheater-Sequenzen wurden die Szenen gemeinsam mit dem Publikum angehalten, hinterfragt und weiterentwickelt. Teilnehmende konnten alternative Handlungsweisen ausprobieren und so neue Perspektiven auf Möglichkeiten des Widerstands und der Veränderung gewinnen.
Ergänzt wurden die Spielszenen durch kurze Theorieimpulse, verständliche thematische Einführungen sowie angeleitete Reflexionsübungen. Diese schufen Raum für persönliche Auseinandersetzung und ermöglichten es, das Erlebte mit eigenen Erfahrungen und dem Alltag zu verknüpfen.
Die begrenzte Gruppengröße trug zu einer konzentrierten, vertrauensvollen Atmosphäre bei, in der ein respektvoller und offener Austausch möglich war. Der Theaterabend machte eindrücklich deutlich, wie kraftvoll Theater als Raum für Begegnung, Reflexion und gesellschaftliche Veränderung wirken kann – und hinterließ bei vielen Teilnehmenden nachhaltige Denkanstöße.