Inszenierung des Theaterstücks "Terrorismus" der Brüder Presnjakow

Am Freitag, 7. und am Samstag, 8. Februar 2025, jeweils um 19.30 Uhr im Audimax der RPTU in Landau

Rückblick: Benefiz-Theater „Terrorismus“ im Audimax der RPTU Landau

Mit zwei eindrucksvollen Aufführungen am Freitag, 7. Februar, und Samstag, 8. Februar 2025, präsentierten das Zentrum für Kultur- und Wissensdialog (ZKW) der RPTU sowie die Studierenden des Studiengangs Darstellendes Spiel/Theater das Stück „Terrorismus“ der Brüder Presnjakow im Audimax der RPTU in Landau. Die Benefizveranstaltung zog an beiden Abenden ein zahlreiches Publikum an und verband anspruchsvolles Hochschultheater mit gesellschaftlichem Engagement.

Die Inszenierung zeigte ein vielschichtiges Kaleidoskop alltäglicher Situationen, in denen sich unterschwellige Aggressionen, Frustrationen und Machtspiele zu offener Gewalt verdichten. Ein herrenloser Koffer legt einen Flughafen lahm, ein harmloses Rollenspiel kippt in brutalen Ernst, Kolleginnen und Kollegen geraten nach einem Schockmoment außer Kontrolle, und selbst auf dem Spielplatz brechen Gewaltfantasien hervor. Statt internationalem Terrorismus rückte das Stück die alltägliche zwischenmenschliche Gewalt in den Fokus – beklemmend, grotesk und zugleich von tiefschwarzem Humor durchzogen.

Die Studierenden überzeugten mit großem schauspielerischem Einsatz, präzisem Timing und einer klaren Ensembleleistung. Die Inszenierung machte die Absurdität der dargestellten Situationen sichtbar und ließ das Publikum zwischen Lachen und Verstörung pendeln. Gerade diese Spannung verlieh dem Abend seine besondere Intensität und Aktualität.

Der Eintritt war frei; der Rotary Club Landau bat um Spenden für das Mogombani School-Projekt in Kenia. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, die Theaterarbeit der Studierenden nicht nur durch Applaus, sondern auch durch finanzielle Unterstützung eines Bildungsprojekts zu würdigen.

Die Aufführungen von Terrorismus zeigten eindrucksvoll, wie zeitgenössisches Theater gesellschaftliche Zustände spiegeln, irritieren und zur Reflexion anregen kann. Gleichzeitig wurde deutlich, welchen wichtigen Beitrag das Darstellende Spiel an der RPTU zur kulturellen Vielfalt und zum Dialog innerhalb und außerhalb der Universität leistet.