Unsere RPTU Story
Service Learning an der RPTU: Wenn Lernen die Welt ein Stück besser macht
Service Learning an der RPTU verbindet das Studieren mit gesellschaftlichem Engagement: So hat Wirtschaftsingenieur-Student Philipp Antes mit der internationalen Hilfsorganisation „Aktion gegen den Hunger“ zusammengearbeitet. Dabei hat er nicht nur Wissen über Hungersnot an Kinder vermittelt, sondern in dieser Zeit auch selbst viel Neues dazugelernt.
Neben dem theoretischen Teil des Studiums haben Studierende der RPTU die Möglichkeit, mit „Service Learning“ ihr Wissen in einem realen Umfeld anzuwenden. Fachliche Inhalte eines Seminars werden dabei mit gemeinnützigem Engagement kombiniert. Die Studierenden können dabei aus verschiedenen Projekten auswählen – von technischen bis hin zu sozialen Aufgaben. Engagiert hat sich auf diese Weise Philipp Antes, an der RPTU Masterstudent des Wirtschaftsingenieurwesens mit der Vertiefung im Bereich Maschinenbau. Er entschied sich für eine Mitarbeit im Bildungs- und Sportprojekt „Schulen gegen den Hunger“ der internationalen Hilfsorganisation (NGO) „Aktion gegen den Hunger“.
Für die Themen Armut, Hungersnot und Ungerechtigkeit sensibilisieren
Dort übernahm er die Aufgabe, Grundschulkindern die Themen Armut, Hungersnot und Ungerechtigkeit näherzubringen. Themen, die zunächst komplex wirkten, konnte er in interaktiven Vorträgen für Kinder unterschiedlicher Altersklassen leichter zugänglich machen. Und noch mehr: Neben der Wissensvermittlung ging es bei den Schulbesuchen auch darum, die Kinder zum Mitmachen zu motivieren. „Wir haben uns mit Fragen wie ‚Warum kommt es weltweit zu Hunger?‘ oder ‚Welche Rolle spielen Spenden und warum ist Solidarität so wichtig?‘ beschäftigt. Anfangs war es schwer, da die Themen ja auch nicht leicht verdaulich sind und zudem unschön zu besprechen. Aber die Kinder haben schnell verstanden, worum es ging, und zeigten sich super motiviert“, erzählt Philipp begeistert.
Mit Geschichten, kurzen Videos und anschaulichen Beispielen verstanden die Kinder schnell die Hintergründe und konnten Dazugelerntes auch in ihre Familien tragen. Für Philipp war es bewegend zu erleben, welch große Wirkung sein Wissen haben kann - und wie ernsthaft sich Kinder mit globalen Problemen auseinandersetzen.
Die eigenen Fähigkeiten erweitern
Doch der Gewinn des Projekts lag für Philipp nicht allein im sozialen Einsatz. Auch fachlich hat es ihn weitergebracht: Er konnte Präsentationstechniken erproben, Strategien zur Wissensvermittlung erlernen und seine Organisationsskills erweitern. Er lernte, Veranstaltungen und Vorträge vor zahlreichen Klassen und auch ganzen Klassenstufen eigenständig zu organisieren, komplexe Inhalte altersgerecht zu vermitteln und Verantwortung über den Rahmen des Studiums hinaus zu übernehmen.
Aus diesen Gründen hat sich Philipp sogar dazu entschieden, Teil von „Aktion gegen den Hunger“ zu bleiben und weiterhin Vorträge an Schulen zu halten, um zu Spendenaktionen zu animieren.
Theoretische Konzepte in der Realität
Der vielleicht spannendste Aspekt des Projekts war für Philipp jedoch die enge Verknüpfung zu seinem Studium. Für ihn zeigte sich, wie sich sein fachliches Wissen aus den Vorlesungen praktisch anwenden ließ: ob bei verschiedenen Spendenstrategien, wie etwa dem Prinzip des Peer-to-Peer-Fundraisings, bei dem Kinder in ihrem Umfeld selbst zu aktiven Sammlern werden oder beim Verständnis von Spendenmechanismen.
All diese theoretischen Konzepte konnte er unmittelbar in der Realität unter Beweis stellen. Besonders eindrücklich war dabei, wie Motivationstechniken und Ansätze aus der Theorie tatsächlich große Wirkung zeigten und Kinder nachhaltig zum Mitmachen bewegten. Ebenso wichtig war der Aspekt der Transparenz: Den Kindern wurde konkret aufgezeigt, was mit den Spenden passiert und welcher globale Nutzen dadurch entstehen kann.
“Es war nicht nur einfach irgendein Seminar – ich habe unglaublich viel gelernt und würde es immer wieder so machen.”
Für Philipp steht fest: „Das Projekt war eine wertvolle Erfahrung. Es war nicht nur einfach irgendein Seminar – ich habe unglaublich viel gelernt und würde es immer wieder so machen. Man merkt richtig, dass man nicht nur studiert, sondern auch wirklich etwas Großes bewirken kann!“
Weitere Informationen zu den Service Learning Angeboten an der RPTU:
Service Learning ist ein Lehr-Lern-Format, bei dem Studierende die Möglichkeit haben, gesellschaftlich relevante Probleme gemeinsam mit außeruniversitären Partnern zu bearbeiten. Auch „Lernen durch Engagement“ genannt, wird dieses Konzept als Lehrveranstaltung oder Projekt in Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen wie Non-Profit-Organisationen, Vereinen oder Schulen durchgeführt. Hier mehr erfahren
