Verhaltensbeobachtung
Systematische vs. Unsystematische Beobachtung
Systematische Beobachtung: Bei der systematischen Beobachtung werden die Beobachtungsobjekte und -einheiten im Vorfeld festgelegt. Systematische Beobachtungen erfordern die Definition eines spezifischen Protokollsystems, welches zur Beantwortung einer konkreten Fragestellung oder Hypothese genutzt werden soll.
Beispiel: Beobachtung einer Eltern-Kind-Interaktion
Fragestellung: Welche Bindung hat ein Kleinkind zu den Eltern?
Protokollsystem: Beobachtet werden sollen:
- Physische Nähe zum Elternteil (in m)
- Handlungen des Kindes, um die Aufmerksamkeit der Eltern auf sich zu ziehen
- Blicke in Richtung der Eltern
Unsystematische Beobachtung: Eine unsystematische Beobachtung kann vorteilhaft sein, wenn wenig Erkenntnisse zum Verhaltensbereich bekannt sind. Hierbei wird im Vorfeld kein Protokollsystem etabliert, sondern im Laufe der Beobachtungen konkretisiert, worauf geachtet werden soll.
Art der Protokollierung
Isomorph: Das Geschehen wird ohne Informationsverlust festgehalten (z.B. per Video).
Reduktiv: Bereits während der Beobachtung werden die Informationen auf das Wesentliche reduziert.
• Zeichensysteme: Ein bestimmtes Verhalten wird analog festgehalten (z.B. Strichliste eines Verhaltens).
• Kategoriensysteme: Aufgetretenes Verhalten wird Verhaltenstypen zugeordnet.
• Ratingsysteme: Das Verhalten wird hinsichtlich bestimmter Merkmale eingeschätzt (z.B. Wie häufig trat folgendes Verhalten auf?)
Der Forschungsprozess
Quantitative vs. Qualitative Forschung
Quantitative Unterrsuchungsmethoden
- Experiment
- Quasi-Experiment
- Korrelative Untersuchungsdesigns
- Querschnitt-Studie
- Längsschnitt-Studie
- Trend-Studie
Quantitative Auswertung