Veranstaltung
Theateraufführung "Draußen vor der Tür" von Wolfgang Borchert des Studiengangs Darstellendes Spiel
„Ein Mann kommt nach Deutschland. Er war lange weg, der Mann. Sehr lange. Vielleicht zu lange. Nachdem er tausend Nächte draußen in der Kälte gewartet hat, kommt er endlich nach Hause.“ Nach dem Krieg kommt der Soldat Beckmann zurück nach Hause, doch niemand erwartet ihn. Sein Sohn wurde durch eine Bombe getötet, seine regimetreuen Eltern haben Suizid begangen, seine Frau hat einen anderen, sein Haus ist bewohnt und sein Versuch, Arbeit zu finden, scheitert kläglich. Vergeblich versucht Beckmann, die Verantwortung für die Taten, die er im Krieg begangen hat, abzulegen. Als er feststellen muss, dass ihm alle Türen zur Rückkehr ins Leben verschlossen sind, verzweifelt er endgültig: „Und du – du sagt, ich soll leben! Wozu? Für wen? Für was? Soll ich mich weiter morden lassen und weiter morden? Wohin soll ich denn?“ Wolfgang Borchert schrieb „Draußen vor der Tür“ nach seiner Rückkehr aus dem Krieg im Jahr 1946 in nur wenigen Tagen im Fieberwahn in seinem Krankenbett. Sein weltberühmtes Antikriegsstück erzählt von den Zerstörungen, die Kriegs- und Gewalterfahrungen in der Gesellschaft und insbesondere in zwischenmenschlichen Beziehungen bewirken. Borchert verhandelt in „Draußen vor der Tür“, was mit Menschen passiert, die Gewalt erlebt bzw. ausgeübt haben und stellt die Frage danach, wie die Gewaltspirale durchbrochen werden kann. Der nun schon seit fast vier Jahren herrschende Krieg in Europa und die Wiederaufrüstung machen das fast achtzig Jahre alte Stück heute leider wieder hochaktuell. In Szene gesetzt wird „Draußen vor der Tür“ von den Studierenden des Studiengangs „Darstellendes Spiel“ der RPTU in Landau unter der Leitung von Dr. Niklas Füllner.
Das Projekt wir gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung in Mainz.
- Samstag, 24.01.2026
- 19:30 Uhr
- VeranstaltungsortAudimax, Campus Landau
Kunst & Kultur
- Präsenz
- Studierende, Mitarbeitende, Interessierte