Nachhaltigere Veranstaltungen

An Universitäten finden regelmäßig Veranstaltungen statt. Dazu gehören sowohl internationale Konferenzen und Workshops als auch lokale Veranstaltungen.

Veranstaltungen verursachen Belastungen für die Umwelt, durch Papierverbrauch, Wasser und Strom, Abfall allgemein sowie Verpflegung und Anreise.

Im Folgenden stellen wir unterstützende Informationen zur Verfügung, um Veranstaltungen nachhaltiger zu gestalten.

Warum Veranstaltungen nachhaltiger gestalten?

Die Planung und Durchführung von Veranstaltungen kostet oft viel Zeit und Geld, sodass Nachhaltigkeit meist nicht im Fokus steht. Dabei gibt es gerade bei Punkten wie der Bewerbung, Anreise oder Ausstattung der Räumlichkeiten viele Möglichkeiten, mit geringem Aufwand Emissionen oder Umweltbelastungen zu reduzieren.

Die richtige Planung ist entscheidend

Um eine Veranstaltung nachhaltiger zu gestalten, hilft eine gute Organisation und Planung. Dazu empfiehlt es sich, im Organisationsteam ein Nachhaltigkeitskonzept zu erstellen und eine Organisationsperson für Nachhaltigkeitsfragen zu benennen. Anschließend gilt es, alle an der Organisation der Veranstaltung Beteiligten über das Nachhaltigkeitskonzept zu informieren.

Veranstaltungsort und Anreise

Bei digitalen Veranstaltungen werden nicht nur die Treibhausgasemissionen, sondern auch das finanzielle Budget einer Veranstaltung deutlich reduziert. 

Bei Präsenzveranstaltungen lohnt sich eine digitale Live-Übertragung. Personen, die eine weite Anreise zum Veranstaltungsort in Kauf nehmen, müssen somit nicht zwingend anreisen. Dadurch kann kann die Veranstaltung zudem auch aufgezeichnet werden, um wichtige Erkenntnisse oder spannende Vorträge über einen längeren Zeitraum verfügbar zu machen.

Präsenzveranstaltungen sollten zeitlich so gelegt werden, dass sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar sind. Die Wahl eines zentral gelegenen Veranstaltungsorts für alle Teilnehmenden kann die Umweltbelastung deutlich reduzieren.  

Bewerbung der Veranstaltung

Werbematerialien wie Flyer oder Plakate sollten wenn möglich nicht in großen Mengen gedruckt werden. Digitale Materialien wie Sharepics oder Inhalte auf der eigenen Website können zur Bewerbung der Veranstaltungen genutzt werden. Grundsätzlich sollte bei allen Werbe- und Veranstaltungsmaterialien geprüft werden, ob ein Ausdruck wirklich notwendig ist. Kompakte und gut strukturierte Veranstaltungspläne helfen, den Papierverbrauch zu reduzieren.

Abfallkonzept

Für den Veranstaltungsort sollte ein gutes Abfallkonzept geplant werden. Einerseits sollte auf Abfallvermeidung geachtet werden, andererseits die Möglichkeit zum Recycling gegeben sein. Um eine angemessene Abfalltrennung zu gewährleisten, sollten gut beschriftete Abfallbehälter zur Verfügung stehen. Hilfreich ist es, zu Beginn der Veranstaltung über die Möglichkeiten der Mülltrennung in den Räumlichkeiten zu informieren. Im Rahmen des Abfallkonzepts sollte möglichst darauf geachtet werden, dass Veranstaltungsmaterialen digital bereit gestellt werden. Wenn sich Ausdrucke nicht verhindern lassen, sollten diese aus Recyclingpapier (Blauer Engel) bestehen und beidseitig bedruckt werden.

Catering

Wird Verpflegung vor Ort bereitgestellt, so besteht die Möglichkeit vegane, vegetarische, saisonale und regionale Verpflegung sowie Fair-Trade Produkte zur Verfügung zu stellen. Um ein nachhaltiges Catering zu gewährleisten, sollten Speisen mit Fleisch- und Fischprodukten entweder komplett vermieden oder nur in geringen Mengen angeboten werden.

Statt Mineralwasser sollte Leitungswasser in großen Karaffen angeboten werden. Anstelle von Plastik- und Papierbesteck sollte vorab eingeplant werden, Mehrweggeschirr und waschbare Stoff-Tischdecken zu nutzen.

Barrierefreiheit

Bei der Planung der Veranstaltung sollte auch auf die Barrierefreiheit für Menschen mit beeinträchtigtem Seh- und Hörsinn sowie Personen mit eingeschränkter Mobilität geachtet werden. Dazu sollte man sich bereits im Vofeld über bestehende Anfahrtswege zum Veranstaltungsort und das Vorhandensein von Hilfsgeräten informieren. Insbesondere sollte die Nutzbarkeit von barrierefreien WCs sichergestellt werden und ausreichend Bewegungsfläche für Rollstühle vorgesehen werden (beispielsweise durch breite Wege und leichtgängige Türen).