Unsere RPTU Story
Theorie und Praxis im BWL-Studium vereint: Wie ein Uniwechsel und Nebenjobs zum Erfolg führen
Nach ihrem BWL-Bachelor in Mannheim entscheidet sich Linh Nguyen bewusst für einen BWL-Master an der RPTU am Campus Kaiserslautern – angezogen von Wahlfächern, die zu ihren ersten Praxiserfahrungen passen. Dort verbindet sie Theorie und Praxis: Über Forschungsseminare und Werkstudierendenjobs findet sie ihren beruflichen Weg in ein internationales Team bei SAP. Ihr Werdegang zeigt, wie viel ein Uniwechsel und praktische Erfahrungen bewirken können.
Als Linh Nguyen ihr Bachelorstudium in Mannheim beginnt, interessiert sie sich für betriebswirtschaftliche Grundlagen. Eine konkrete Vorstellung, wohin sie beruflich möchte, hat sie nicht. Vielleicht soll es später in Richtung Banking gehen, ins Versicherungswesen oder in die Immobilienwirtschaft. Um sich ihrer Ziele klar zu werden, sucht sie sich eine Stelle als Werkstudentin in einem Startup. Dabei stößt Linh Nguyen auf ein Themenfeld, das sie sofort begeistert: Patentrecht und die Rechte am geistigen Eigentum.
„Ich bin durch meinen Werkstudentenjob das erste Mal tiefer in das Thema Intellectual Property eingetaucht“, erzählt sie. „Das hat mich so fasziniert, dass ich mich auch im Master damit beschäftigen wollte.“ Eine Universität mit dem passenden Angebot zu finden, gestaltet sich allerdings schwer. Nur die RPTU bietet die Wahlfächer und Forschungsschwerpunkte an, die sie sucht. Das gibt den Ausschlag für den Wechsel nach Kaiserslautern.
Von kleinen Hürden und großen Chancen
Der Wechsel von der Universität Mannheim an die RPTU in Kaiserslautern ist für Linh Nguyen ein wichtiger Schritt. Bevor sie sich für den Master einschreibt, informiert sie sich intensiv über Lehrstühle, Wahlfächer und Forschungsfelder. „Ich habe auf der Webseite sehr viele, gut strukturierte Informationen über die Forschungsfelder und Wahlfächer gefunden. Das hat mir unglaublich geholfen, meine Entscheidung zu treffen“, sagt sie.
Der Uniwechsel bringt Alltagsherausforderungen mit sich: „Allein das Aufladen des Mensa-Kontos war für mich etwas völlig Neues“, erzählt sie schmunzelnd. Gleichzeitig habe sie in den ersten Tagen viel Unterstützung von Kommilitoninnen und Kommilitonen bekommen, die ihr den Einstieg erleichterten. Der Wechsel eröffnet ihr gleichzeitig die große Chance, ihren Interessen nachzugehen und neue Professorinnen und Professoren kennenzulernen, deren Perspektiven und Forschungsschwerpunkte ihr Fachwissen spürbar erweitern.
Wachstum durch Fehler und Vorbilder
Besonders in Erinnerung bleiben Linh Nguyen die engen Betreuungsstrukturen und die intensive Begleitung während ihrer Forschungsarbeit im Masterstudium. Denn gerade zu Beginn liefen nicht alle Experimente wie geplant. „Am Anfang hatte ich viele Fehlschläge“, erzählt sie. „Aber Professor Steininger und die Mitarbeitenden am Lehrstuhl haben mir gezeigt, wie ich meine Forschung verbessern kann. Ich habe unglaublich tolle Unterstützung bekommen.“
In ihrer Studienzeit führt Linh Nguyen unter anderem Online-Experimente durch, bei denen Teilnehmende Produkte bewerten und ihre Reaktionen analysiert werden. In ihrer Masterarbeit arbeitet sie an der Frage, welchen Einfluss Kundenbewertungen haben und welche Strategien Unternehmen im Umgang damit nutzen sollten. Sie lernt, wie man Studiendesigns entwickelt, Ergebnisse interpretiert und Fehler als Teil des wissenschaftlichen Prozesses begreift.
„Auch wenn nicht immer alle Hypothesen bestätigt wurden, habe ich gerade aus diesen Momenten viel mitgenommen. Ich habe gelernt, dranzubleiben und komplexe Fragestellungen strukturiert anzugehen.“
Zwischen Hörsaal und Großkonzern
Während des Masters bewirbt sich Linh Nguyen wieder auf eine Werkstudierendenstelle, diesmal bei dem Softwareunternehmen SAP. Sie wird angenommen und findet sich schnell in den Strukturen des Großkonzerns zurecht: „Ich konnte im Team von Anfang an mitarbeiten und habe gemerkt, dass mir die Arbeit unglaublich viel Spaß macht.“.
Linh Nguyen erlebt erneut, wie sie betriebswirtschaftliche Methoden, analytisches Denken und die technischen Grundlagen aus dem Studium in der Unternehmenswelt anwenden kann. Der Werkstudierendenjob zeigt ihr außerdem, welche Aufgaben ihr liegen und wie wichtig Teamkultur und ein passendes Arbeitsumfeld für sie sind. „Es ist eine unglaubliche Bereicherung, mit einem internationalen Team zu arbeiten“, sagt sie. „Jeder bringt andere Stärken und Perspektiven ein.“
Während ihrer Zeit als Werkstudentin stellt Linh Nguyen außerdem fest, dass sie sich in Rollen wohlfühlt, die an der Schnittstelle von Business und Technologie liegen. Dort, wo strategisches Denken, Teamwork und ein echter Mehrwert für Kundinnen und Kunden zusammenkommen.
Arbeiten bei SAP: Komplexität als Motivation
Auch SAP sieht, dass die Arbeit perfekt zu Linh Nguyen passt: Nach dem Studium erhält sie eine Festanstellung. Dass sie schon als Werkstudentin Teil des Teams war, erleichterte den Übergang in den Beruf. Sie wusste, was sie erwartet – und ihr Team wusste, was sie kann.
Heute arbeitet Linh Nguyen bei SAP im Bereich Customer Success. Ihr Aufgabenfeld liegt dort, wo Kundenberatung, Geschäftsentwicklung und strategische Prozessbegleitung zusammenkommen. Was nach außen abstrakt klingt, ist für sie ein faszinierendes Arbeitsfeld, in dem sie täglich auf Fähigkeiten zurückgreift, die sie an der RPTU gelernt hat. „Analytisches Denken, strukturiertes Arbeiten, wissenschaftliche Genauigkeit, all das brauche ich heute ständig“, sagt sie.
Geduld und Lernbereitschaft als Erfolgsrezept
Wenn Linh Nguyen über ihren Weg spricht, klingt vor allem eines durch: eine klare, praktische Haltung. Aus ihren Erfahrungen heraus rät sie Studierenden, Praxis und Theorie bewusst zu verbinden und offen mit Fehlern umzugehen. Beim Forschen habe sie gelernt, dass nicht jedes Ergebnis sofort eindeutig sein muss und dass Geduld sowie Ausprobieren zum Lernprozess dazugehören.
Auf die Frage, ob sie schon immer so organisiert und zielstrebig war, lacht sie. „Meine Mutter verdreht manchmal immer noch die Augen über das Chaos auf meinem Schreibtisch.“ Strukturiertes Arbeiten habe sie vor allem im Studium gelernt: Tage planen, Prioritäten setzen, To-dos organisieren. Fähigkeiten, die besonders in Prüfungsphasen wichtig wurden und ihr heute im Arbeitsalltag zugutekommen.
Ein Weg, der durch Erfahrungen gewachsen ist
Linh Nguyens Werdegang zeigt deutlich, was ihre Karriere vorangebracht hat: die Bereitschaft, Dinge auszuprobieren, Verantwortung zu übernehmen und aus jedem Schritt etwas mitzunehmen. Ob im Startup, in der Forschung oder bei SAP: Immer wieder waren es komplexe Fragestellungen und konkrete Erfahrungen, die ihr die Richtung gewiesen haben.
Gerade deshalb sieht Linh Nguyen ihren Weg als Ergebnis vieler kleiner Schritte, Entscheidungen und Begegnungen. Praxiserfahrungen, wissenschaftliches Arbeiten und Menschen, die sie auf dem Weg begleitet haben, haben ihr Bild vom eigenen beruflichen Profil geschärft. Heute bei SAP merkt sie, wie sich all diese Bausteine zu einem Ganzen fügen. Und dass der Wechsel an die RPTU und die Nebenjobs ihr genau die richtigen Impulse zur richtigen Zeit gegeben haben.
